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Godsmack – „When Legends Rise“: Laut, schnell und ein bisschen Nickelback

Eine Review von Frank Göbel.

Die Sache mit Comebacks ist tricky, egal ob im Beruf, beim Sport oder in der Musik. Hat man es noch drauf? Kann man andere noch so begeistern wir früher? Godsmack haben das jetzt probiert. Nach vier Jahren gibt es endlich wieder was von den vier (nicht mehr ganz jungen) Jungs aus Boston.

Godsmacks siebtes Studioalbum heißt „When Legends Rise“. Die Hard-Rocker um Sänger Sully Erna wollen es also noch einmal wissen. An der Gitarre (Tony Rombola), am Bass (Robby Merrill) und an den Drums (Shannon Larkin) hat sich personell nichts verändert. Gut so.

Die anstehenden elf Songs sind nichts für Rumsitzer. Vom ersten Song an gibt es auf die Mütze. Der Titelsong des Albums startet mit Drum-Geröll, um nur wenige Momente später alle aus dem Sitz zu hauen. Das ist der Godsmack-Sound, den die Fans lieben. Außerdem hat „When Legends Rise“ verflucht gute Riffs.

Die zweite Nummer, „Bulletproof“, wurde als erste Single ausgewählt, und die könnte hoch einsteigen. Ein dick produzierter Rocksong mit guter Melodie, die direkt im Ohr bleibt.

Welcher Song mir ebenfalls im Gedächtnis geblieben ist, ist „Eye Of The Storm“. Ich weiß, dass mich die Band für diesen Vergleich vermutlich gehörig vermöbeln würde, aber die Nummer hört sich verflucht nach Nickelback an. Was tendenziell nichts Verwerfliches ist. Waren sie doch mal eine ganz passable Band (irgendwann).

Das alles soll aber nichts daran ändern, dass mit „When Legends Rise“ ein geiles Rockalbum vor uns liegt. Wenngleich mit einem Schönheitsfehler – und der heißt „Under Your Scars“. Ich weiß, die Band meint es gut, aber von Balladen sollten sich Godsmack in Zukunft lieber fern halten. Ich nehme den Bostonern diesen Song leider nicht ab. Zu ungemütlich, zu unpassend, nicht authentisch genug. Godsmack wollen und sollen laut und schnell sein. Die ruhigeren Töne kann man ja Nickelback überlassen.

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