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Verena: Tänzerin, Model, Omis Girl <3

Ein Text von Verena.

Es ist mir eine große Freude, wieder ein Teil des Kinkats-Magazins sein zu dürfen. 

Ich werd‘ dir ganz frei von der Leber weg einiges über mich erzählen. Vielleicht hast du ja die Fotostrecke von Maria Vaorin gesehen und kennst mich daher noch – vielleicht auch nicht. Auch nicht schlimm. 

Kurz und knapp: Ich rede heute über drei Dinge, die mir am Herzen liegen, sodass du mich ein bisschen besser kennenlernen kannst. Über meine große Liebe – das Tanzen. Über das Vor-der-Kamera-Stehen und über meine Stärken. Zuletzt darüber, was ich dir mit auf den Weg geben möchte, denn oftmals übersieht man das wirklich Wesentliche und verliert den Fokus für die simplen Kleinigkeiten.

Und los.

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Dinge, die mir am Herzen liegen.

Ballett. Mache ich, seit ich fünf Jahre alt bin, liebe ich abgöttisch und habe es 13 Jahre lang jeden Donnerstag für eineinhalb Stunden im Studio getanzt. Und in jeder freien Zeit in meinem Zimmer oder – wenn keiner daheim war – im Wohnzimmer. Vor zwei Jahren habe ich angefangen, zu arbeiten, seitdem mache ich es hauptsächlich daheim oder vor der Kamera. Es muss eigentlich nur irgendwo Musik laufen, und ich habe den Drang, die Hüfte zu schwingen. 😀 Ist eben mein Leben, unmöglich zu vermeiden.  

Machen wir weiter mit dem sogenannten „Modeln“. Habe ich vor über einem Jahr angefangen, durch Zufall, um einer Freundin zu helfen, die Fotografin in der Ausbildung war und im dritten Lehrjahr. Sie wollte so gern ein Shooting mit einer Ballerina. Es war irre warm, 30 Grad, aber die Bilder sind super geworden, und als sie sie hochgeladen hatte, meldete sich ein Tanzfotograf bei mir, der mich knipsen wollte. Ich stand dafür mit meiner Freundin um 5 Uhr auf, sie schminkte mich extra noch, bevor sie zur Berufsschule fuhr, und dann ging’s ab ins Auto und mit dem Fotografen zu einer U-Bahnstation. 

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Darum stehe ich vor der Kamera.

Das Shooting, das ausschlaggebend war für meinen absolut großen Spaß am Modeln war ein Studioshooting. Der Fotograf hat sich bestimmt sechs Stunden Zeit genommen, und wir haben von Tanzen über Porträts bis hin zu Nebel- und Windmaschine alles ausprobiert. Er hat daraufhin weitere Shootings geplant, darunter ein Unterwassershooting, zwei Colour-Splash-Shootings und ein Mehl-/Tanzshooting. 

Und jetzt kommt’s: Ich sag immer gern, dass eine bestimmte Person der Grund dafür war, dass ich intensiv nach neuen Projekten und Shootings gesucht hab. Was meinst du, wer das war? Mein Freund? Nope. Meine Omi 😉 Sie ist nämlich irre ausgeflippt, und ja, das kann man bei meiner Omi wirklich so sagen, als sie die Bilder aus meinem allersten Shooting gesehen hat. Vor allem, weil sie mich quasi zum Ballett gebracht hat, mich mit fünf gefragt hat, was ich gern machen würde und mich in jeder Hinsicht unterstützt hat, was Auftritte und Unterrichtsgeld anging. Und da sie zuvor nur Selfies von mir bekommen hat, auf denen meine Stirn abgeschnitten war und die billig mit dem Handy geknipst wurden, war sie sehr happy, endlich mal „ordentliche“ Bilder von mir zu bekommen. Die Bilder meiner ersten Portraitshootings hat sie dann auch direkt ausgedruckt von mir geschenkt bekommen. Und da hatte ich meinen Grund, meine Motivation, weiterzumachen. Ihr strahlendes Lächeln, wenn sie neue Bilder von mir bekam. <3  Und dann wurde das Ganze zum Hobby. End of Story.  

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Mein absolutes Highlight bisher sind nicht nur die genialen Persönlichkeiten, die ich kennengelernt habe oder die lustigen Geschichten, die ich erzählen könnte. Sondern eine Lanzarote-Shooting-Reise. Es war aufregend, mit sieben Fotografen und drei anderen Models unterwegs zu sein. Unter anderem waren eine Primaballerina und eine Weltmeisterin im Bodypainting dabei, die jeden von uns einmal komplett bemalt hat, sechs Stunden lang. Absolut geniale Kunst.  

Was ich dir mitgeben kann: Jeder kann das machen. Ich erlebe immer wieder Freundinnen, die Bilder von mir sehen und meinen: „Heeeeey, ich mag auch!“  

Na dann los! Probieren geht über Studieren, und wenn du dich dabei wohlfühlst und merkst, dass es dir wirklich Spaß macht, dann mach es zu deinem Hobby! Spricht nichts dagegen. Trau dich einfach. 

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Meine Stärken. 

Let’s begin. Ich kann mehrere Sekunden lang auf einer meiner Zehenspitzen mein ganzes Körpergewicht im Gleichgewicht halten. Ballett halt. Selbstironie kann ich gut, das hat mir mein Vater beigebracht. Ich nehm mich unglaublich gern selbst auf die Schippe. Ich kann ewig lange stillsitzen, kann Menschen ewig zuhören, aber selbst auch ultra viel reden. Ich kann unterirdisch gut zeichnen. Also, ja, sieht scheiße aus bei mir. 😀 Und ich liebe es, meinem Gegenüber direkt und ehrlich zu sagen, was ich denke. Alles andere wäre nicht ich. Das ist vermutlich die Sache, die mich am meisten ausmacht – Ehrlichkeit. Zudem lehne ich mich mal aus dem Fenster und sage, es ist auch Mut oder Spontaneität. Ich denke, ein Mix aus beidem. 

Als meine beste Freundin mir am roten Teppich bei einer Kinopremiere gestand, dass sie doch gerne ein Autogramm von Patrick Schwarzenegger auf ihr Filmplakat oder ihren Oberarm hätte, gab ich mein Bestes, um ihr eins zu organisieren, sprach den Typen an, der Interviews führte, drückte ihm unsere Filmplakate in die Hand, der sprach einen Security an, ob Patrick noch Zeit dafür hatte (jep, hatte er) und drückte sie Patrick in die Hand. Und als ich von weitem durch Zurufen zusätzlich eine Widmung organisieren wollte, winkte mich ein anderer Security heran, und auf einmal standen wir vor ihm, unterhielten uns und – tadaaa – beste Freundin glücklich. 

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Ich überrasche Menschen unglaublich gerne, mache mich zum Affen, um guten Freunden die Laune zu heben und telefoniere bei Herzschmerz zu Therapiezwecken durchaus stundenlang mit Freunden mitten in der Nacht. Egal, ob Männlein oder Weiblein. Versprechen zu halten ist mir auch extrem wichtig, da gebe ich mir verdammt Mühe, auch wenn es leider nicht immer so klappt wie ich es gerne hätte. 

Ne, Mimi? Jetzt bin ich definitiv spät dran, aber hier ist der Artikel ja nun. 😀

An dich, der du das hier liest. 

Seid mutig, probiert euch aus. Alles, worauf ihr Bock habt, könnt ihr umsetzen. Und ich sag immer, was ihr von Anderen erwartet, macht zuallererst selbst einmal. Das kann man auf so ziemlich alles übertragen, ob es eine unbequeme Pose beim Modeln ist (Hohlkreuz und Kopf in den Nacken), einen Spagat im Stehen oder schonungslose Ehrlichkeit. Und wenn du „Bye bye!“ oder „Mach’s gut!“ sagst, dann sag ich: „Mach’s besser!“ 😉 

In diesem Sinne: Genieß deinen Tag!

P.S.: Fotografen, die versuchen ihr Bein im rechten Winkel anzuheben, sehen sehr amüsant aus. 😉

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