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Morning Tunes: Mira by Timothy O’Sweebe

Ein Text von Timothy O’Sweebe.

Die „Morning Tunes“-Serie mit Hasan ist noch gar nicht so lange her, da lud mich Mira bereits in ihre vier Wände ein. Vier Wände, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich betrat Miras kleines Zuhause und stand quasi direkt im Flur-Wohn-Schlaf-Küchen-Badezimmer. 

Seit einem Jahr bewohnt sie ihre extrem gemütlichen 22 Quadratmeter im Essener Ostviertel, nachdem sie für ihr Studium aus Borken hergezogen ist. Beim Shooting selbst ließ die 23-jährige, angehende Sozialarbeiterin die Hits von Blink182 und – auf meinen Wunsch – Klassiker von Sum41 laufen. Ich war absolut angefixt und in Stimmung für Anfang 2000er Fun-Sun-Punk. Gute Laune! Im Gespräch überraschte Mira mich dann mit Storys von durchzechten Techno-Nächten. Und ihre Morning Tunes Playlist war dann noch mal was ganz anderes. Ein witziges und wildes Durcheinander.  

Euch jedenfalls viel Spaß beim Betrachten unseres Versuchs, 22 Quadratmeter größer aussehen zu lassen und die Stimmung einzufangen.  

Miras Morning Tunes:

K.I.Z. – Geld  
Daft Punk & Pharell Williams – Lose yourself to Dance 
NWA – Express Yourself 
Großstadtgeflüster – Kann ich auch 
Rin – Vagabundo

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Timothy O’Sweebe: Hey Mira, sehr gemütlich hast du’s hier. War es für dich gar kein Problem, einen Fotografen in deine Wohnung zu lassen, um darin fotografiert zu werden? Ist ja schließlich dein safe place.

Mira: Hey, danke schön. Nein, in diesem Fall war das gar kein Problem, da wir schon mal zusammengearbeitet haben. Die Shootingsituation in der eigenen Wohnung ist zwar ungewohnt, wenn man sonst nur in Studios oder draußen unterwegs ist und sich dann im Gegensatz dazu auf kleinem und – vor allem – privatem Raum befindet. Aber das war okay. Immerhin wusste ich, dass ich bei mir guten Kaffee bekomme. 

Timothy O’Sweebe: Blink182, Techno-Nächte, NWA und K.I.Z. – verrückte Kombo. Wie passt das für dich zusammen, bzw. wann passt Musik zu dir? Und wie wichtig ist dir Musik allgemein?  

Mira: Mein Musikgeschmack richtet sich, wie bei vielen Leuten sicherlich auch, nach der Stimmung, in der ich gerade bin und danach, was ich noch vorhabe. Bei einem ruhigen Abend mit Freunden wird’s zum Beispiel eher HipHop, wenn ich feiern gehe, eben lieber Techno. Zu Hause vermischt sich dann alles in einer Playlist mit allen Liedern, die ich feier. Musik passt zu mir, wenn sie dafür sorgt, dass ich gute Laune bekomme, und eben das bedeutet sie auch für mich. Ich bin kein Mensch, der viel Musik hört, wenn er traurig ist oder so – ich lasse mich davon lieber motivieren. 

Timothy O’Sweebe: Was ist der hartnäckigste Ohrwurm, den du jemals hattest? 

Mira: „Hundi“ von Alexander Marcus. 

Timothy O’Sweebe: Als ich das Foto von dir beim Aus-dem-Fenster-Lehnen gemacht habe, meintest du: „Jetzt hast du ein authentisches Foto von mir in meiner Wohnung.“ Wie meinst du das? 

Mira: Ein Morgenritual von mir ist, in Ruhe am Fenster zu stehen, Kaffee zu trinken und eine zu rauchen. Weil ich mit Tasse und Kippe keine Hand fürs Handy frei habe, beobachte ich die Leute bei mir in der Straße. Manchmal winkt mir das kleine Kind von gegenüber zu oder ich rufe der Person, die gerade ihr Auto im Parkverbot unter meinem Fenster stehen lassen will, zu, dass sie dort gern mal Knöllchen verteilen oder sogar abschleppen. Gern geschehen. So wie auf dem Foto stehe ich also tatsächlich jeden Morgen kurz am Fenster und gucke, was so passiert. Erst dann kann mein Tag wirklich starten 🙂

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