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Black Foxxes – „Reiði“: Mit Rückkopplung ins Alternative Paradies

Eine Review von Frank Göbel.

Mit „Reiði“ bringen Black Foxxes ihr zweites Album raus. Und nach dem ziemlich gelungenen Debüt „I‘m Not Well“ von 2016 bin ich gespannt, wie die britische Rockband um Sänger und Gitarrist Mark Holley, Bassist Tristan Jane und Drummer Ant Thornton heute klingt. 

Auf „Reiði“ erwartet mich ein durch und durch kerniger Sound. Gitarre, Bass und Drums – mehr braucht die Band aus Exeter nicht. Gut, hier und da hört man Streicher, aber das ist eine absolut gute Ergänzung, die Sinn macht.

Musik-Ultra Mark Holley (Gerüchten zufolge soll er schon mit sechs Jahren auf seinem Fisher-Price Rekorder Songs aufgenommen haben) führt seine Fans mit diesem Album ins Alternative-Paradies. „Saela“ ist so ein Beispiel. Ein Song, den du beim ersten Hören in die Einkaufstüte packst und zufrieden zur Kasse gehst. Nicht zuletzt wegen der Melodien und des Gesangs, beides geht mir nicht mehr aus dem Kopf.

Black-Foxxes-Reiði
Eine Klavierspur begleitet ein paar Takte von „Am I Losing It“. Es sind nur sechs Note, aber sie geben dem Ganzen so viel Tiefe. Der Song ist für mich außerdem das wohl schönste Beispiel der außergewöhnlichen Stimme von Mark Holley.

Viele Songs auf „Reiði“ haben eine einprägsame Akkordfolge, so dass es einfach ist, den Black Foxxes aufmerksam zuzuhören. Scheinbar zu explodieren scheinen die schwarzen Füchse bei „Joy“. Junge, was für ein fetter Sound. Dieses brachiale Werk startet mit Rückkopplung (Rock‘n‘ Roll!) und verzehrter Stimme, dann folgt eine grandiose Bridge zum Refrain („Don‘t call me erazable“). Was für ein Brett!

Das neue Album der Black Foxxes ist unbedingt was für Fans von The Catfish And The Bottleman, aber auch Freunde von Muse haben bestimmt ihre Freude an „Reiði“.

Die anstehende Deutschlandtour solltet ihr euch nicht entgehen lassen:

12. April: Köln, Jungle
13. April: Hamburg, Headcrash
15. April: Berlin, Musik & Frieden
17. April: München, Strom

Großes Foto oben: Spinefarm

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