Enter-Shikari-The-Spark-1024x1024

Enter Shikari – „The Spark“: Noch immer Trancescreamdancemetalcore

Eine Review von Frank Göbel.

Trancescreamdancemetalcore. So in etwa kommt man auf eine Idee, wie man die Musik von Enter Shikari beschreiben könnte. Jeder, der schon mal ein Album der vier Jungs aus England gehört hat, wird dies bestätigen können. Die Band selbst nennt ihren Stil Trancecore, und nachdem die Engländer 2015 das großartige Album „The Mindsweep“ released haben, bin ich nun gespannt auf das neueste Enter-Shikari-Werk: „The Spark“.

Das Intro packt mich direkt. Endlich mal wieder eine Band mit einem kleinen instrumentalen Einspieler zu Beginn. Fängt ja gut an.

„The Sights“ ist eine gut gelaunte Nummer, die man noch Tage später im Kopf hat und am Schreibtisch summt – so stumpfsinnig die vor einem liegende Arbeit auch ist. Um dieses Gefühl aufrecht zu erhalten, schießen Enter Shikari „Live Outside“ im Anschluss hinterher. Hier hört man in den Strophen diesen harten, britischen Slang. Einfach nur herrlich. 

Synthesizer sind das A und O in der Musiklandschaft von Enter Shikari. Gitarren werden partiell eingesetzt, immer dort, wo sie gut passen.

Kritisch wird es bei „Take My Country Back“, wo offensichtlich der Brexit behandelt wird („Don’t wanna take ma Country back, I want to take my Country forward!“). Und zum ersten Mal werden die Vocals ein wenig aggressiver.

„Rabble Rouser“, die Single-Auskopplung, erinnert mich in ihrer Energie stark an The Prodigy. Geil und absolut tanzbar.

Zeit, sich zurückzulehnen, bietet „Shinrin-yoku“ – ein so entspanntes Intro habe ich selten gehört. Später gesellen sich der Moog dazu, und das Ganze nimmt Fahrt auf. Ein Headbang-Part schmeißt den Hörer raus.

Inmitten all dieser Synthie-Wolkenkratzer steht das kleine, zerbrechliche „Airfield“. Darin verarbeitet Sänger Roughton Reynolds seine Panikattacken („You’re down on your luck/ But that don’t mean you’re out“). Gute, bewegende Lyrics.

Es gibt keinen Song auf „The Spark“, der sich kategorisieren lässt. Jede Nummer ist ein Unikat und absolut nicht vorhersehbar. Trancescreamdancemetalcore halt.

Enter Shikari auf Facebook

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *