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Bis zum Morgengrauen: Verena by Maria Vaorin

Ein Interview von Mimi Erhardt.

Maria Vaorin, Fotografin aus Potsdam und Ober-Babe, hat wieder zugeschlagen – shootingtechnisch. Gemeinsam mit Verena, einem dieser Mädchen, für die du Songs schreibst und dich dennoch niemals trauen würdest, sie anzusprechen, weil sie so schön und Zucker sind, hat sie die Atmosphäre einer Großstadtnacht eingefangen. 

KinKats: Hey Verena. Ich folge Maria Vaorin schon eine Weil bei Instagram und hab da eure Fotos entdeckt 🙂 Ich mochte die Stimmung der Bilder sehr – wie dieses Gefühl nach einer durchfeierten Nacht, wenn man alleine nach Hause schlendert. 

Verena: Ich fand das Shooting, kurz gesagt, einfach perfekt. Ich hatte mich, seit ich eine U-Bahn-Foto-Serie von Maria gesehen hatte, absolut in ihren Stil verliebt. Dementsprechend groß war meine Vorfreude, als sie mir für ein Shooting zusagte und wir einen Termin ausmachten. Als sie mir schließlich noch von ihrer Idee von Bildern mit Neonleuchtröhren im coolen Stil erzählte, war es endgültig um mich geschehen. Ich machte mich auf die Suche nach tollen Locations, wir besprachen Ouftit sowie Frisur, und los ging es. Ich muss übrigens sagen, ich hätte nie gedacht, dass Zöpfe so cool aussehen können! Maria hat mich vom Gegenteil überzeugt. Sie wollte mal etwas komplett anderes, als die vielen Bilder mit offenen Haaren, die im Netz verbreitet sind.

KinKats: Wie hast du das Shooting empfunden? Und gab es Reaktionen auf euch? Ihr habt ja immerhin nicht im Studio, sondern in der Öffentlichkeit geshootet.

Verena: Die Stimmung beim Shooting war absolut super, wir quatschten und lachten über alles Mögliche, zwischendurch wurden dann konzentriert die Fotos geschossen. Und was hätte man anderes erwarten können: Natürlich wurden wir beobachtet. Ich meine, es war dunkel und kalt draußen, die meisten Menschen pendelten von Bar zu Bar oder waren auf dem Weg ins Restaurant. Während wir Bilder vor dem „ROCK STAR“-Schriftzug machten, kamen Kerle vorbei und boten uns Pfeffi, diesen Pfefferminz-Schnaps, an. Einige sagten etwas wie „Sieht cool aus!“, und die restliche Meute ignorierte uns entweder oder verdrehte die Augen. Für unser Foto vor dem Schriftzug eines vietnamesischen Restaurants bin ich auf ein Fensterbrett des dazugehörigen Schaufensters geklettert. Das war ein ganz schöner Struggle, Maria half mir beim Hochkommen, und während ich auf dieser winzigen Kante anfing zu posen, konnten sich drinnen nahezu alle Gäste des Restaurants mein Hinterteil ansehen. Aber was tut man nicht alles für ein gutes Bild 😉 Bei unserem letzten Bild-Motiv am Café, wo wir Fotos machen durften – meist muss man wirklich nur nett fragen – stand ich unter anderem draußen mit einer Wunderkerze in der Hand. Die Passanten beachteten uns wenig, bis auf einige, die es scheinbar lustig fanden, unser Bild zu crashen. Einer blieb so lange neben mir stehen, bis wir ihn aufforderten, bitte zu gehen. Aber davon ließen wir uns die Laune nicht vermiesen und fotografierten in Ruhe zu Ende. Alles in allem war es ein Shooting mit einer kreativen, aufgeschlossenen Fotografin, das nach definitivem Wiederholungsbedarf nur so schreit.

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KinKats: Bist du eher ein Nacht- oder ein Tag-Mensch? 

Verena: Schwierig zu sagen. Ich bin absolut kein Frühaufsteher. Mich wecken zu müssen, möchte ich niemandem zumuten. Aber ich bin einer dieser Menschen, der gar nicht genug unternehmen kann. Und das durchaus tagsüber 😉 Ein Beispiel: Ich habe mir im Sommer zwei Wochen Urlaub um meinen Geburtstag herum genommen und davon mit Sicherheit 85 Prozent mit interessanten Shootingsprojekten ausgefüllt, den Rest der Zeit spontan mit meinem Freund, meiner Familie oder meinen Freunden verbracht. Ich liebe es, produktiv zu sein und könnte irre werden, sobald ich mehr als einen Tag krank daheim verbringen muss. Ein Nachtmensch bin ich dennoch durchaus! Ich bin oft viel zu lange wach, bis tief in die Nacht. Dann höre ich Musik, schaue Serien oder lese ein gutes Buch. Als eingefleischte Tänzerin muss ich aber vor allem sagen: Ich liebe, liebe es, nachts tanzen zu gehen. Und dann bis zum Morgengrauen.

KinKats: Welche Musik hörst du, wenn du mit Freunden rausgehst? Und welche, wenn du alleine bist?

Verena: Einen bunten Mix aus allem, würde ich mal sagen. Mein Freund und Freunde von uns hören Metal Core, ausgewählte Elektromusik läuft gerne mal, mit meinem besten Kumpel wird SXTN gehört, meine beste Freundin ist absoluter Deutsch-Rap-Fan. Und ich? Mein Freund sagt dazu: „Unkontrollierbar gestört.“ Eben so ziemlich das Gegenteil von seinem Musikgeschmack. Aber wie es ja so schön heißt: Gegensätze ziehen sich an. Von KIZ über Ed Sheeran bishin zu The XX, Justin Timberlake und Justin Bieber ist alles dabei. Bei meinen All-Time-Favorites bin ich aber altmodisch: „Sweet Dreams“ von Eurythmics und „I Don‘t Wanna Know“ von Mario Winans.

Fotos: Maria Vaorin // Maria Vaorin bei Facebook // Und auf Instagram
Model: Verena // Verena auf Instagram

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