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Waterparks – „Entertainment“: Die kleinen Brüder von Sum 41

Eine Review von Frank Göbel.

Erinnert sich hier noch jemand an Sum 41 oder gar Treble Charger? Ich bin letzte Woche über das brandneue Album von Waterparks gestolpert, die die unehelichen Söhne der oben genannten Bands sein könnten.„Entertainment“ lautet der Titel des Longplayers. 

Waterparks kommen aus Houston, Texas, und bestehen aus Awsten Knight (Gesand und Rhytmusgitarre), Geoff Wigington (Backing Vocals und Leadgitarre) und Drummer Otto Wood. Nach ihrer Gründung in 2011 kam ihre erste EP „Airplane Conversations“ raus. 2013 machte man Support für … Trommelwirbel: Aaron Carter. Ja, der kleine Bruder von Ex-Backstreet-Boy Nick Carter. Wer hoch hinaus will, muss auch mal Vorband für sowas gewesen sein … Es folgten einige Auftritte bei der angesehenen „Warped Tour“, bei denen sich die Jungs einen Namen machten. Und jetzt sind sie hier. Auf meinem Rechner. Mit „Entertainment“.

Die Musik von Waterparks ist wohl am ehesten mit Pop-Rock zu beschreiben. Schon beim ersten Durchhören bin ich im Boot. Kein Wunder, klingen sie doch wie eine typische Teenager-Punkband aus Kalifornien im Jahre 2001. 

Der Kick-Off „11:11“ ist ein etwas vorhersehbarer Up-Beat Rocksong. Nicht überraschend, was aber auch daran liegen kann, dass ich schon so viele Songs in diesem Stil gehört habe. Die Single „Blonde“ dagegen ist perfekt. Rockig und mitreißend, packt mich der Song und lässt mich den ganzen Tag lang nicht mehr los. Beim Video könnte man meinen, Awsten Knights sei der Zwillingsbruder von Justin Bieber. Nur ohne Tattoos und mit lila Haaren.

Die Pop-Schiene wird dann bei „We Need To Talk“ gefahren.  Und warum auch nicht? Die Jungs sind wandelbar, das Songwriting ist ordentlich und catchy. Mit „Not Warriors“ geht es wieder Richtung Garagenrock: Gib den Jungs drei Akkorde, und sie hauen sie dir gekonnt um die Ohren.

Eine Schnulze darf nicht fehlen, so funktionieren nun einmal die Mechanismen in der Musikwelt. „Lucky People“ ist ein trauriger Song, und man möchte der Klampfe von Awsten ewig weiter lauschen. Richtigen Power-Rock gibt es dann bei „Tantrum“. Zwei Songs später ist dann tatsächlich Schluss. Ganze zehn Songs und 33:18 Minuten hat man gerade genossen.

Auch wenn vieles wie schon einmal gehört klingt, „Entertainment“ macht Spaß. Vor allem dann, wenn man mal Sum-41-Fan war.

Wer Waterparks live sehen will, hat Glück. Im März kommen sie für einige Shows nach Deutschland:
12. März: Köln, Luxor
14. März: Karlsruhe, Die Stadtmitte 
15. März: München, Feierwerk 

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