k_SinahbyFranciscaBlaauboer_7

Mädchen, die Musik leben: Sinah by Francisca Blaauboer

KinKats-Autorin Sinah Raglewski steht nicht nur hinter der Kamera, wenn sie Bands und Künstler zu aktuellen Projekten und Plänen befragt. Manchmal steht sie auch davor. Diesmal modelte sie für die chilenische Fotografin Francisca Blaauboer – die Fotos könnt ihr euch hier ansehen. Und weil Sinah im Herzen Journalistin ist, machte sie mit Francisca gleich noch ein kleines Interview. We <3 🙂

KinKats: Hey Francisca. Wie alt bist du, und woher kommst du? 

Francisca Blaauboer: Ich bin 27 und komme aus Puerto Montt in Chile. Seit Oktober 2015 wohne ich in Berlin.  

KinKats: Welcher Ort auf der Welt ist dein Lieblingsplatz?

Francisca Blaauboer: Die Isle of Skye in Scotland. Da gibt es einen Ort namens Neist Point, der einfach unglaublich ist. Dort finde ich die komplette Einsamkeit. In Berlin liebe ich die Beelitz Heilstätten. Na gut, die sind nicht wirklich in Berlin, sondern einen Halt nach Potsdam. Da gibt es diese verlassenen Gebäude, zu denen ich meine Freunde gerne mitnehme, um dort Fotos zu machen. Diese gruselige Atmosphäre macht diesen Ort so interessant.

KinKats: Warum bist du Fotografin geworden?

Francisca Blaauboer: Ich fotografiere weil … Musik und Konzerte haben mich immer interessiert. Als ich 19 war, war ich auf der Design Schule und habe dort in den Foto-Kursen festgestellt, dass es mir hinter der Kamera gefällt und dass ich es liebe, Momente einzufangen, die dir bestimmte Situationen wieder ins Gedächtnis rufen. Dann fing ich an, Fotos für befreundete Musiker während ihrer Shows zu machen. Damals veränderte sich vieles für mich. Shows und Reisen kann ich nur wirklich genießen, wenn ich meine Kamera bei mir habe.

Fotografin Francisca Blaauboer (Foto privat)
Fotografin Francisca Blaauboer (Foto privat)

KinKats: Deine beste Foto-Erfahrung?

Francisca Blaauboer: Als sich meine Auswanderung über die halbe Welt nach Deutschland endlich auszahlte. Im letzten Dezember hatte ich die Chance, für ein paar Tage mit Breathe Atlantis auf Tour zu gehen, eine deutsche Band, die ich 2016 als Support für Sum 41 gesehen hatte. Ich war überrascht, dass sie mir die Chance gaben, denn als Frau Musik-Fotografie zu machen, ist nicht einfach, schließlich verbringt man eine ganze Menge Zeit mit Typen, die man nicht mal kennt 😀 Ich werde die Jungs dafür immer sehr schätzen, sie waren sehr cool und lustig, was man ja in Deutschland nicht so leicht findet, haha! Es war eine tolle Zeit, ich konnte Musik 24 Stunden am Tag leben und war ein Teil des Ganzen. Außerdem konnte ich viele interessante und inspirierende Menschen treffen, andere Fotografen zum Beispiel, von denen ich viel lernen konnte.

KinKats: Wo siehst du dich in der Zukunft?

Francisca Blaauboer: Momentan versuche ich, mehr übers Filmemachen zu lernen, ab und zu arbeite ich schon als Motion Designer. Ich möchte in diesem Bereich arbeiten, Regie führen und Kurzfilme oder Musikvideos produzieren. Seit ich in Berlin lebe, treffe ich zum Glück immer wieder auf Leute, mit denen ich zusammen arbeiten kann. Jetzt gerade habe ich mich mit zwei Leuten aus Ungarn zusammen getan, ein Tänzer und ein Produzent. Mit denen werde ich einen kurzen zeitgenössischen Kunstfilm mit dem Titel „Resonance“ produzieren. Hoffentlich wird er Ende Februar fertig sein. Ich kann die weiteren Möglichkeiten, die dieses Jahr zu bieten hat, kaum abwarten.

Folgt Francisca bei Instagram // Oder auf Facebook 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *