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Franky Johansson by Maria Vaorin: Nicht dein Bro

Ein Interview von Mimi Erhardt.

Ein gutaussehender, tätowierter Typ mit grauem Haar, grauem Bart und diesem gewissen Etwas, das dich innehalten lässt: Fotografin Maria Vaorin hat Male Model Franky Johansson geshootet, Ex-Polizist, Serienjunkie und Hunde-Dad. Und alle Girls in der KinKats-Redaktion so: Whoa! 

KinKats: Wer bist du? Was machst du? 

Franky Johansson: Ich bin Franky, 47 Jahre alt und seit 22 Jahren glücklich verheiratet. Ursprünglich stammt meine Familie aus der ehemaligen DDR. Kurz vor der Wende sind wir allerdings offiziell in die BRD ausgereist. In der DDR erlernte ich den Beruf des Kfz-Mechanikers, allerdings war Trabant später nicht mehr so angesagt 🙂 Daher entschied ich mich 1991, noch einmal etwas anderes zu machen und wurde Polizeibeamter. 2015 wurde ich aus privaten Gründen frühpensioniert und widme mich jetzt den schönen Dingen des Lebens.

KinKats: Die da für dich wären?

Franky Johansson: Ich treibe viel Sport, gehe dreimal die Woche ins Fitnesscenter oder bespaße unsere drei Hunde. Vor zwei Jahren habe ich angefangen, Klavier zu spielen. Des Weiteren reise ich sehr gern mit meiner Frau – Rucksack auf und los, bevorzugt nach Thailand, Sri Lanka, Mexiko und am liebsten, wenn‘s bei uns so widerlich kalt ist. Im Sommer erkunden wir eher den europäischen Raum. Ein weiteres Hobby von mir ist die Kino-, Film- und Serienwelt, Junkie quasi. Dieser „Sucht“ habe ich meinen ganzen linken Arm gewidmet und darauf Serien wie „The Walking Dead“, „Breaking Bad“, „Hell On Wheels“ und „Sons Of Anarchy“ verewigt. Meine Lieblingsessen sind Schnitzel, Pulled Pork und handgemachte Burger, aber immer nach dem Motto „mal“ und in Maßen. Ansonsten nur gesunde Ernährung, keine Wurst und Fleisch zwischendurch, erst recht nicht aus Massentierhaltung. Sozusagen Pseudo- oder Fast-Vegetarier.

Franky Johansson by Maria Vaorin_20KinKats: In den letzten Jahren ist ja ein echter Kult um bärtige Männer entstanden. Wie siehst du das?

Franky Johansson: Ja, längerer Bart ist seit den letzten Jahren wieder in Mode gekommen, und diese Mode mag ich. Ich selbst habe schon immer Bart getragen, allerdings nie so lang, als dass man hätte Vollbart sagen können, eher ein „Wochenbart“. War von beruflicher Seite auch nicht erlaubt. Nach meiner Pensionierung konnte ich dann der Natur freien Lauf lassen, aber immer nur im gepflegten Zustand. Wovon ich gar nichts halte, ist, dass sich Bartträger in Gruppen vereinigen und nun alle „Bros“ sind oder ich oft als „Bro“ bezeichnet werde. Ich finde, dazu gehört eine Menge mehr, als nur ein Bart. Und mehr ist es im Endeffekt auch nicht: Es ist nur ein Bart. Solange er mir gefällt, trage ich ihn, und wenn nicht mehr, kommt er ab. So einfach ist das.

KinKats: Wie sieht deine Bartpflege denn so aus?

Franky Johansson: Ich wasche meinen Bart täglich mit Sampoo und – gaaaanz wichtig – Pflegespülung. Nur dadurch wird er schön weich und geschmeidig, ansonsten erinnert er doch schon sehr an Schambehaarung, war ja vor 25 Jahren auch noch normal 😉 Danach Bartöl und meistens auch Balm. Wenn‘s außer Haus geht, wird vorher nochmal fix glattgeföhnt, denn ich hab ‘ne Krause drin.

KinKats: Wie wichtig ist dir Fashion? Sowohl bei dir selbst als auch bei Frauen?

Franky Johansson: Fashion ist mir wichtig, wobei mir immer das gefällt, was nicht jeder trägt. Sieht man, glaub ich, auch an meinem Style. Genau so tickt auch meine Frau. Wir gehen bestimmt einmal im Monat shoppen. Zu Hause, wenn genetflixt wird, ist es uns egal. Da reicht dann auch die Jogginghose für die Couch.

Franky Johansson by Maria Vaorin_18KinKats: Erzähl mir was zu deinen Tätowierungen. Welche bedeuten dir besonders viel? Gibt es welche, die du bereust?

Franky Johansson: Wie anfangs schon erwähnt, bin ich ein Seriejunkie und habe meinen kompletten linken Arm dem gewidmet. Die rechte Seite ist eher japanisch neo-traditional, wobei den Unterarm ein Tattoo ziert, das auch meine Frau trägt. Diese Tattoos ersetzen unsere Eheringe. Ich bereue keins meiner Tattoos, denn ich hab mich irgendwann dafür entschieden, also gehören sie zu mir.

KinKats: Was läuft bei dir gerade auf Spotify?

Franky Johansson: Auf Spotify läuft bei mir oft Biffy Clyro, meine Lieblingsband, aber auch die alten Hits aus den 80ern wie Depeche Mode, Duran Duran, INXS, Aha, New Order, The Cure. Beim Sport dürfen es dann fette Technobeats und Clubhouse sein.

Folgt Franky auf Instagram.

Fotos: Maria Vaorin // Maria Vaorin auf Instagram 

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