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Rebecca Strumpen: Von „The Voice“ zum Boss Babe

Ein Interview von Mimi Erhardt.

„The Voice Of Germany“-Fans werden sich vielleicht gerade am Kopf kratzen und sich fragen: „Moment mal, die Dame kenne ich doch irgendwoher …“ Kann gut sein, denn 2015 war Rebecca Strumpen Teil der Show und ersang sich währenddessen eine ordentliche Fanbase. Aber die schöne Sängerin hat nicht nur eine großartige Stimme und performed jedes Mal, als ginge es um ihr Leben. Rebecca ist auch Tattoo-Model, und das ziemlich erfolgreich. Wir haben uns mit dem Boss Babe zum Interview getroffen.

KinKats: Du hast 2015 bei „The Voice Of Germany“ mitgemacht. Erzähl uns: Wie weit bist du gekommen? Und was bedeutet dir die Erfahrung, in dieser Show mitgemacht zu haben? 

Rebecca Strumpen: Ja, ich hoffe, dass ich ein paar Leuten noch in Erinnerung geblieben bin 🙂 Für mich war das eine der besten Erfahrungen, die ich in meinem Leben gemacht habe. Vor allem dafür, dass ich anfangs gar nicht bei „The Voice of Germany“ mitmachen wollte, da ich so selbstkritisch bin und ich wusste, wie hoch das Niveau dort ist. Deshalb bin ich sehr stolz, bis in die „Knockouts“ gekommen zu sein. Ich habe in dieser Zeit viele tolle Menschen kennengelernt, und die Erfahrung, mich mit anderen Künstlern zu messen, hat mich gestärkt und selbstbewusster gemacht. Was nicht heißen soll, dass ich vorher nicht selbstbewusst war 🙂

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Foto: FotografieSchultesArt

 KinKats: Man hat dich mal mit Pink verglichen … guter Vergleich oder für dich gar nicht passend? 

Rebecca: Für mich ist der Vergleich mit Pink insofern passend, was das Aussehen betrifft. Sie war früher schon mein Vorbild vom Look her. Ihre Art und Weise, wie sie sich präsentiert, hat mich inspiriert. Gesanglich finde ich persönlich den Vergleich nicht zutreffend, aber natürlich ehrt es mich, wenn Menschen mich mit ihr vergleichen. Sie ist einfach eine tolle Künstlerin mit einer Hammerstimme! 

KinKats: Ich versteh den Pink-Vergleich auch insofern, als dass du wie sie sehr tough und stark wirkst. Du wirkst wie eine Frau, die sich nimmt, was sie will und nicht lange rumschnackt. Täuscht der Eindruck? Gibt es auch eine verletzliche Seite, die du bei „The Voice“ nicht so rausgekehrt hast? 

Rebecca: Natürlich gibt es Momente, in denen man mal nicht die starke Frau ist, aber ich sehe das so, dass alles im Leben einen Sinn hat und etwas aus einem bestimmten Grund passiert. Deshalb ziehe ich aus allem etwas Positives und bin dadurch eine starke Persönlichkeit, die sich natürlich auch ab und zu mal nimmt, was sie will 🙂 

Rebecca Strumpen neu2KinKats: Welche Musik hörst du privat? 

Rebecca: Viele vermuten durch mein Aussehen, dass ich eher die Rockige bin. Ein großer Irrtum! Ich höre ziemlich gerne Xavier Naidoo, Philipp Poisel, die Söhne Mannheims, U2 …also eher die softere Richtung. 

KinKats: Was macht die Musik heute, zwei Jahre danach? Wo kann ich dich sehen und hören, was sind deine Pläne? 

Rebecca: Durch meine Zeit bei „The Voice“ kennen mich viele Menschen in meinem Ort und auch außerhalb. Nach meinem Ausscheiden wollte ich mich erstmal sammeln und zur Ruhe kommen. Klar ist man zunächst enttäuscht, aber ich wollte mich als starke Frau nicht unterkriegen lassen. Ich habe immer weiter Musik gemacht, sei es für mich alleine oder auf den verschiedensten Veranstaltungen. Dieses Jahr habe ich Menschen kennengelernt, die mein Potenzial gesehen haben. Sie unterstützen mich bis heute noch sehr und haben immer ein offenes Ohr für mich. Sei es wegen irgendwelchen Ängsten oder Ratschlägen, denn die Musikbranche ist kein Kinderspiel.  In letzter Zeit sieht man musikalisch öfter etwas von mir im Internet, in den sozialen Netzwerken. Ich wurde dieses Jahr schon häufiger für Veranstaltungen gebucht und habe unter anderem beim Soul-Sunday von Nelson Müller spontan gesungen. Durch diesen Auftritt konnte ich super nette Leute kennenlernen, mit denen ich mich im Nachhinein getroffen habe, um Musik zu machen. Für die Zukunft ist in Planung, eigene Songs zu schreiben, dabei ist mir ein guter Freund eine große Hilfe, der selber Musiker ist. 

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Foto: FotografieSchultesArt

KinKats: Du bist nicht nur Sängerin, sondern auch Alternative Model. Wie lange modelst du schon? Und kam die Leidenschaft fürs Modeln noch vor dem Singen oder hat sich das parallel dazu entwickelt? 

Rebecca: Zunächst einmal will ich sagen, Singen steht für mich immer noch an erster Stelle. Nachdem ich bei „The Voice“ die ersten Male vor der Kamera stand, habe ich gemerkt, dass mir das sehr gefällt. Durch einen Bekannten bin ich auf Sven von Pixelbock Photographie aufmerksam gemacht worden. Bei ihm hatte ich dann Anfang diesen Jahres meine erste Fotostrecke. Da mir das Shooting so viel Spaß gemacht hat und ich immer wieder Anfragen bezüglich Shootings in der Tattooszene bekommen habe, bin ich da quasi so reingerutscht 🙂 

KinKats: Du zeigst dich in deinen Fotos gerne freizügig. Ist das etwas, das zum täglich Brot eines Models einfach dazu gehört oder versteckt sich dahinter eine Message?

Rebecca: Ich persönlich finde, dass jedes Model das für sich selbst entscheiden muss. Dass ich kein Problem damit habe, mich freizügiger zu zeigen, sieht man, glaube ich, an meinen Fotos 🙂 Mein Motto ist: „Wir sind alle nackt auf die Welt gekommen, mir kann keiner was weggucken.“ Klar strahle ich mit den Bildern auch Selbstbestimmtheit und Freiheit aus, aber ich zeige mich auch einfach gerne, wie ich bin, und dazu gehören meine Tattoos und meine Freizügigkeit. 

Rebecca Strumpen neu1KinKats: Erzähl mir was zu deinen Tattoos. Welche bedeuten dir besonders viel? Und gibt es welche, die du bereust? 

Rebecca: Tattoos waren für mich schon immer ein großes Thema. Ich habe früher schon immer gesagt, dass ich später sehr viele Tattoos haben werde. Mein allererstes habe ich mir mit 18 Jahren stechen lassen. Für mich sind Tattoos reine Körperkunst, und fast alle sind im Mandala- und Maori-Style, zeitlose Motive. Ein Tattoo hat für mich eine tiefere Bedeutung. Das ist das am Knöchel, der Noten- und Bassschlüssel als Herz geformt. Das drückt meine Liebe zur Musik und zu meiner kleinen Schwester aus, deren Name mit eingearbeitet worden ist, da sie am gleichen Tag wie ich Geburtstag hat.

KinKats: Wer ist dein Tattoo Artist?

Rebecca: An meinem Körper darf sich nur ein Tattookünstler austoben, der liebe Marcel von Tattoo&Art by Marcel aus Schwalmtal. Er ist Derjenige, der sich immer wieder geile und individuelle Motive ausdenkt, die zu mir passen. Er weiß genau, was ich will. Bei uns kommen auch oft spontane Aktionen zustande, wie zum Beispiel das Halstattoo. Marcel ist mir aber auch als Freund sehr ans Herz gewachsen und hat immer ein offenes Ohr für mich. 

Rebecca Strumpen 1KinKats: Du bist durchs Modeln und deine Musik sehr präsent. Wie wichtig ist Stil und Aussehen in diesem Zusammenhang? 

Rebecca: Mir wurde schon vom Kindesalter an von meiner Mutter gezeigt, sich stilvoll zu kleiden. Nun bin ich älter, behalte es bei, habe dennoch meinen eigenen Geschmack, der extravagant, manchmal auch provokant, aber stilvoll ist. Ich hebe mich gerne von der Menge ab, und so ist es auch bei der Musik und beim Modeln. Wenn ich zum Beispiel einen Auftritt habe und die Leute da später drüber reden, höre ich oft: „Das war doch die mit den lila Haaren und den Tattoos.“ Also bleibe ich den meisten Leuten unter anderem auch wegen meines auffälligen Aussehens in Erinnerung. 

KinKats: Du wirkst nicht nur sehr heiß, sondern auch durch deine Looks ziemlich edgy. Hat dir das schon mal Probleme bereitet? Dass dir jemand gesagt hat: „ Ey Rebecca, ich bring dich GANZ GROSS raus, aber dafür musst du in Richtung cutes Girl von nebenan gehen, weil sich das besser verkauft.“ 

Rebecca: Oh, vielen Dank 🙂 Das höre ich selten von Frauen. Probleme hatte ich bis jetzt eigentlich nie. Klar gibt es einige, die das mit den Bildern nicht gut heißen. Ich wohne in einer kleinen Stadt, wo die Leute zum Teil sehr konservativ sind. Ich kriege vieles mit, was hinter meinem Rücken über mein Tun geredet wird, was öfters auch mal negativ ist, und diese Menschen sehe ich als Neider. Da stehe ich aber drüber. Wer meine Bilder genau anschaut, sieht, dass es sexy Bilder mit Stil sind. Dem einen gefällt es, dem anderen nicht. Never ever würde ich mich für so ein Angebot in ein cutes Girl von nebenan verwandeln. Entweder man nimmt mich so, wie ich bin, oder man kann mich mal. 

KinKats: Any last words? 

Rebecca: Lebt eure Träume, genießt das Leben, schmeißt alle negativen Dinge über Bord, und verstellt euch nicht für irgendwelche Dinge. Man lebt nur einmal, und da sollte man jede Chance nutzen und sein Leben leben. Love and peace. 

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Großes Foto oben: Ela Photography

Fotos in der Galerie: PixelBock Photography

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