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Fotografin Maria Vaorin: Bilder von Bärten und Babes

Ein Interview von Mimi Erhardt.

Maria Vaorin ist Fotografin. Und eine Sirene. In meinem Kopf jedenfalls. Eine heiße Ginger Lady, die ihren Sex-Appeal zelebriert. Marias Fotos sind ebenso heiß. Sinnlich, erotisch. Was fürs Kopfkino. Ich habe mir die Schöne zum Interview geschnappt. 

KinKats: Maria, wir kennen uns ja schon eine Weile. Stell dich mal den KinKats Lesern vor:)

Maria Vaorin: Ich heiße Maria, bin dieses Jahr 30 Jahre jung geworden, wohne im wunderschönen Potsdam, bin alleinerziehende Katzenmutter, fotografiere seit etwa elf Jahren – davon nun schon sechseinhalb Jahre beruflich – und bin immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.

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Maria Vaorin ist Fotografin – und ein Babe <3

KinKats: Wenn ich deine Fotos noch nie gesehen hätte – wie würdest du mir deinen Stil beschreiben?

Maria Vaorin: Einmal quer durch den Gemüsegarten, würde ich sagen. Da ich von Portrait- über Akt- bis Werbe- und Interiorfotografie fast alles anbiete, passt der Begriff „querbeet“ bei mir perfekt. Meine Portraitfotos würde ich wohl als verträumt-verspielt beschreiben. 

KinKats: Du hast es angesprochen, und auch ich finde, dass deine Fotos haben immer etwas sehr Weiches, Liebevolles haben. Woher denkst du, kommt dieser Eindruck?

Maria Vaorin: Ich könnte jetzt ganz kitschig mit „Fotos sind der Spiegel zur Seele“ antworten, wüsste aber nicht, ob das in meinem Fall so beschreibend wäre. Frauen fotografiere ich gerne zart und weich, mit einem Hauch von unnahbar und unantastbar. Wahrscheinlich, weil ich sie so besonders mag –  geheimnisvoll

Maria Vaorin4KinKats: Erotik ist ein großes Thema in deinen Arbeiten. Wie weit gehst du bei deinen Shootings? Und was macht ein Bild für dich erotisch? 

Maria Vaorin: Auf alle Fälle nicht die Anzahl der abgelegten Kleidungsstücke. Manchmal ist es ein Blick, eine Haarsträhne oder eine Pose, die mehr Erotik ins Bild bringt als nackte Haut. Das heißt natürlich nicht, dass ich mit Nacktheit ein Problem hätte. Ich mag den nackten Körper sogar sehr. Er zeichnet uns aus, unsere Individualität, unsere Einzigartigkeit. Wir können noch so sehr der Traumfigur nachjagen, unser Körper wird trotzdem nicht aussehen wie der von retuschierten Topmodels auf Hochglanzmagazinen. Da ist die kleine Narbe am Knie, die uns an den Fahrradsturz vor 20 Jahren erinnert. Die Leberflecke, die man als Kind mit dem Kugelschreiber verbunden hat. Und das witzige lange Haar am Arm, das wir uns jeden Monat beschämt herauszupfen. Aber genau diese Kleinigkeiten machen für mich einen Menschen und einen Körper erotisch. Mir ist es egal, ob man beim Mann den Penis auf einem Foto sieht, oder eine Frau sich im Sklavenhalsband und mit Handfesseln vor mir räkelt. So lange sie Lust darauf haben und sich in diesen Rollen wohlfühlen, entstehen auch tolle, erotische Fotos.

Maria Vaorin12KinKats: Was reizt dich an erotischen Fotoshootings?

Maria Vaorin: Ich mag diesen Augenblick, wenn das verschüchterte Mädchen plötzlich zur selbstbewussten Frau wird. Wenn sie mein Studio betreten, mir sagen, sie seien aufgeregt, hätten so ein Shooting noch nie gemacht, aber dann nach ein paar Posen und einem kleinen Zwischendurchblick auf die Fotos sich selbst nicht mehr wiedererkennen und als ganz andere Frau mein Studio verlassen. Mit einer anderen Art von Aufgeregtheit, der Vorfreude auf die fertigen Bilder.

KinKats: Was macht ein gutes Model aus?

Maria Vaorin: Selbstbewusstsein und Posing-Sicherheit, mehr braucht es eigentlich nicht. Und Letzteres ist noch nicht mal wichtig, denn dafür bin ich ja da. Bei mir ist Körbchen-, Körper- und Konfektionsgröße zweitrangig, so lange sich jeder so liebt, wie er ist, und das auch vor der Kamera zeigen kann. Mehr Selbstliebe in allen Lebensbereichen!

KinKats: Du stehst selbst auch gerne vor der Kamera und zeigst dich da auch zum Teil sehr sinnlich, sexy. Was macht den Reiz dieser Fotos für dich als Model aus?

Maria Vaorin: Ich kann dort eine Seite zeigen, die ich im Alltag eher selten herauslasse. Ich kann in Szenarien, in Outfits und in Rollen schlüpfen, von denen ich mir oft wünsche, sie auch privat mehr zu zeigen. Tagsüber Chucks, auf Fotos Mieder und High Heels. Ich mag diesen Kontrast.

Maria Vaorin26Kinkats: Welche Seite gefällt dir besser – vor oder hinter der Kamera?

Maria Vaorin: Beide Seiten gefallen mir, da ich jeweils eine völlig andere Seite von mir zeigen und auch ausleben kann. Mit beidem habe ich fast zur gleichen Zeit angefangen, und bei beiden machte ich einen enormen Wandel und eine Stil-Findung durch. 

KinKats: Gibt es Künstler, die dir Vorbilder sind oder die dich inspirieren?

Maria Vaorin: Da ich mich selbst ständig im Wandel befinde, privat wie beruflich, lasse ich mich eher von aktuellen Werken bei Instagram und Co. inspirieren. Ich habe keinen konstanten Bildstil. Letztens bin ich über ältere Werke von mir gestoßen, habe geräuspert und sie sofort wieder weggeklickt. Es war und ist nicht alles gut, was ich produziert habe. Aber Probieren geht über Studieren, würde meine Mutter jetzt sagen. Das sieht man meinen Werken und meinem fotografischen Lebenslauf auch an.

Maria Vaorin24KinKats: Handwerk oder Vision – worauf kommt es an, wenn man ein guter Fotograf werden möchte?

Maria Vaorin: Ich bin die wohl technisch unbegabteste Fotografin dieses Planeten. Ich weiß, wie ich meine Einstellungen mache, aber das war‘s dann auch schon. Wenn sich andere Fotografen über irgendetwas technisches à la TTL-Blitztechniken oder die neusten speziellen Objektive mit mir unterhalten wollen, zucke ich nur liebevoll verlegen mit den Schultern. Da bin ich völlig raus. Und obwohl ich in der Handwerkskammer eingetragen bin, würde ich wohl eher mit „Vision“ antworten. Um ein guter Fotograf zu werden, ist die Kombination aus beidem wohl das Sinnvollste. Auch um sich schneller weiterzuentwickeln. 

KinKats: Gibt es ein Projekt – als Fotografin oder als Model – das du gerne realisieren möchtest?

Maria Vaorin: Das ist eine sehr gute Frage. Da gibt es bestimmt einiges. Ich denke an Locations, Settings und Stylings, die man sich als normalsterblicher Mensch nicht leisten kann. Aufwändige Outfits zum Beispiel. Ansonsten gibt es eigentlich nichts.

KinKats: Any last words? 🙂

Maria Vaorin: Bleibt so, wie ihr seid und meldet euch bei mir, wenn ihr Fotos braucht. 😀

Hier findet ihr Maria bei Facebook. Und hier geht es zu ihrem Instagram Feed.

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