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HipHop von Scandaloca Excess: Ein Blick auf den Tellerrand

Eine Review von Willhelm Worran.

HipHop im Jahre 2017 ist mittlerweile im gefühlten Niemandsland angekommen. Der richtige Hype ist vorbei, und geblieben sind Tracks über „rosa Flamingos“ oder die üblichen unzüchtigen Beziehungen zur Familie von XY.

Am 22. Juli erscheint die Platte „Scandorama“ von Scandaloca Excess. Loca kommt aus keiner der Epizentren wie Heidelberg oder Berlin. Er kommt aus einem Provinznest, in dem eine Szene für HipHop so weit entfernt ist, wie Oma Inge vom Punkrockfestival.

Scandaloca Excess, in jungen Jahren inspiriert vom Wu-Tang-Clan und natürlich deutschen Größen wie Kool Savas, macht Deutsch-Rap. Als musikalische Referenz fällt mir Morlockk Dilemma ein.

Texte über das Leben in sozial eingeschränkten „Vierteln“ sind hier Realität und wurden nicht in der Fünf-Zimmer-Altbau-Wohnung geschrieben. Es ist die Nähe zum unteren Ende des Mittelstands, die die Authentizität, die Realness der Platte in ein besonderes Licht rückt. Sicherlich wird hier das Rad nicht neu erfunden, aber es rollt durch seine Beständigkeit zielsicher mit 18 Tracks in Richtung Überholspur.

slx1Und so ist der Ist-Zustand doch eindeutig mit „HipHop ist nicht tot!“ zu beschreiben. Er wurde nur leider durch die Kommerzialisierung abgeschwächt und wird nun in quietschbunten Dosen den Massen angeboten. Dagegen stellt sich Scandaloca mit dem wahren Ausblick vom Balkon im Block.

„Wir haben’s damals schon gesagt, jetzt ist es wirklich soweit, all die Jahre in Saus und Braus sind nun wirklich vorbei, heute nagt das Hungertuch und die Narben der Zeit. Wir waren jung und engagiert und rasten am Ziel vorbei …“

Folgt Scandaloca Excess bei Facebook. Über die Seite kommt ihr auch ans Album!

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