Mary Jale 12

Mary Jale: Gamer-Girl in Latex

Ein Interview von Mimi Erhardt.

Mary Jale ist Model, Künstlerin, Rubber Doll. Gummipuppe? Wie jetzt? Mary Jale liebt Latex, in Form von Kleidern, Einteilern, Bodys und Masken. Jeder, der sich hierzulande schon mal für den Gummi-Fetisch interessiert hat, wird ihr Puppengesicht vermutlich kennen, denn Mary Jale gehört zu den gefragtesten Models der Szene. Exklusiv für KinKats haben Sie und Fotograf Matthias Maske ein Set produziert, dass das Latex-Model nicht nur in voller Montur, sondern auch ganz privat zeigt.

Dein Künstlername: Mary Jale
Geburtsjahr: 1991
Sternzeichen: Steinbock
Deine Bodymods: Zehn Tattoos, ein Septum und 14-Millimeter-Tunnel. Zurzeit sind aber mehr Tattoos in Planung.
Deine Website: Hier findet ihr mich auf Facebook. Und hier bei Instagram.
Wie geht es dir gerade jetzt? Sehr gut, stehe kurz vorm Urlaub.
Beschreibe dich selbst in drei Worten: Ich würde sagen: Kreativ, empatisch und abwechslungsreich.

KinKats: Du scheinst mir eine ganz große Leidenschaft zu haben 🙂 Was ist es, dass dich so an Latex, an Gummi fasziniert?

Mary Jale: Ja das stimmt =) Ich mag, wie es die Kurven betont, man spürt jede kleinste Berührung viel intensiver, und es fühlt sich an wie eine zweite Haut. Dazu kommt noch der Geruch, den ich so mag.

KinKats: Wann hast du deine Liebe zu diesem Material entdeckt?

Mary Jale: Ich komme eigentlich aus der Gothicszene, da habe ich Latex zum ersten Mal gesehen und mich direkt verliebt. Habe mich dann informiert und mein erstes Kleid gekauft. Da war ich 17 Jahre alt. Seitdem bin ich dem Material immer treu geblieben. Oder eher gesagt, es ist von Jahr zu Jahr immer intensiver geworden.

KinKats: Ist die Liebe zu Latex dein Fetisch oder würdest du das anders beschreiben?

Mary Jale: Also, ich würde schon sagen, dass es ein Fetisch ist, aber nicht gezwungenermaßen beim Sex, wobei das auch sehr toll sein kann 😉 Ich fühle mich einfach wohl darin und trage es auch gerne in der Öffentlichkeit. Oder einfach nur gemütlich vor der PS4.

KinKats: Ist Latexkleidung nicht auch unglaublich teuer? Und: Wie bleiben die Sachen lange schön?

Mary Jale: Ja, ist es leider, aber nicht unbezahlbar 😉 Wenn man es leicht geölt oder gepudert sowie dunkel lagert, hat man einige Jahre was davon. Man muss nur extrem aufpassen, dass man es nicht beim Anziehen kaputt macht. Passiert gerne bei Frauen mit langen Nägeln 😉

KinKats: Ich finde Latex an anderen Mädchen meist wunderschön, würde mich aber selbst nie trauen, selbst in so ein Outfit zu schlüpfen, aus Angst, zu cuvy dafür zu sein. Du als Expertin: Kann jeder Latex tragen oder muss ich dafür in perfect shape sein?

Mary Jale: Ich denke, es ist wie bei normaler Kleidung auch. Jeder kann toll darin aussehen, man muss nur wissen, wie. Außerdem ist doch curvy sexy 😉

KinKats: Als Model wirkst du ganz anders, als würdest du mit den Gummi-Outfits in eine buchstäblich andere Haut schlüpfen. Wie empfindest du das?

Mary Jale: Ja, das stimmt. Schon viele Leute haben mir das gesagt, dass ich dann wie ausgewechselt bin. Ich mag es auch, deshalb trage ich so gerne Masken: Man kann sich einfach fallen lassen und in die Rolle schlüpfen, die man gerne darstellen will.

KinKats: Können sexy Fotoshoots helfen, dass man sich in seiner eigenen Haut wohler fühlt? 

Mary Jale: Ich denke schon, aber da gehört einiges mehr zu. Man sollte sich in den Outfits wohlfühlen und sich vor allem mit den Fotografen gut verstehen. Andernfalls sieht man das in den Fotos sofort.

KinKats: Was war dein erstes Tattoo oder dein erstes Piercing? Und was hat dich dazu bewegt, es machen zu lassen?

Mary Jale: Mein erstes Tattoo war ein Bild vom Künstler Gernot auf meiner Wade. Es zeigt ein Dienstmädchen in Latex, und ich denke, der Grund erklärt sich von selbst =) Erstmal fand ich das Motiv toll, und dann wollte ich unbedingt wissen, wie sich das anfühlt.

KinKats: Gibt es Tätowierungen, die dir mehr bedeuten als andere? Und warum?

Mary Jale: Nein, alle bedeuten gleich viel für mich. 

KinKats: Du hast aus meiner Perspektive etwas Puppenhaftes und strahlst gleichzeitig eine große Stärke aus. Wie schätzt du selbst deine Wirkung ein?

Mary Jale: Ich bin eine starke Persönlichkeit, aber lasse es nicht so raus. Ich regel alles mit Blicken sozusagen, die gut bei Masken wirken. Gleichzeitig möchte ich auch die liebevolle Puppe sein, um die sich jeder kümmern will 🙂

KinKats: Wie reagieren Männer auf dich?

Mary Jale: Eher eingeschüchtert. Viele Männer trauen sich nicht, mich anzusprechen. Dabei tu ich ja niemanden was 😉

KinKats: Was fällt dir an einem Mann als Erstes auf, worauf stehst du? Und was geht so gar nicht?

Mary Jale: Mir haben alle gesagt, dass ich immer auf ein und den selben Typen stehe, und zwar volltättowierte, alternativ aussehende, kurzhaarige Musiker. Mir fällt das ja gar nicht so auf 🙂 Für mich persönlich ist nur wichtig, dass der Humor passt. Am aktraktievsten finde ich das Lächeln. Was gar nicht geht, sind arrogante Typen, die meinen, sie bekommen jede ins Bett.

KinKats: Gibt es ein Kleidungsstück, das du niemals abgeben würdest?

Mary Jale: Hmmm schwierig, ich hänge eigentlich nur an meinen Latexsachen, aber auch nicht so sehr, dass ich sie niemals abgeben würde. Ich habe paar Sachen, die mir für Shootings geschenkt wurden und die würde ich als Allerletztes abgeben wollen. Also quasi niemals. 

KinKats: Hast du noch eine Message an unsere Leser? 🙂

Mary Jale: Verstellt euch nicht für andere und macht alles, worauf ihr Lust habt. Seid einfach unabhängig, und ihr werdet die schönsten Sachen erleben.

Fotos: Matthias Maske
Visa: Sarah Beauty Trash
Maske: Feitico

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *