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Frnksson: Macht es mich nicht glücklich, ist es nicht richtig

Ein Interview von Mimi Erhardt.

Frnksson ist mein Girl Crush everyday 🙂 Seitdem ich sie bei Instagram entdeckt habe, bin ich schwer in love mit der dunkelhaarigen Schönheit. Weil sie lässig ist und authentisch, ungekünstelt und einfach eine starke Frau, die inspiriert. Und weil ich glaube, dass noch viel mehr Menschen Frnksson kennen sollten, habe ich mich mit ihr zum Interview verabredet. 

KinKats: Du hast über 80k Follower. Bist du ein Instagram Star? 

Frnksson: Ob ich ein Instagram Star bin? Es fühlt sich zumindest nicht so an. Klar merkt man ab einer bestimmten Followerzahl, dass eine gewisse Base da ist und man viel Feedback bekommt – sowohl positives als auch negatives! Der Name frnksson und mein Instagram haben mir viele Türen geöffnet, um die ich sehr froh bin! Ich bin gespannt, was noch kommt ☺ 

KinKats: Kam der Insta-Fame bei dir zufällig oder war das ein Ziel von dir? Ich frage, weil ich oft gerade von sehr jungen Girls und Boys höre, sie wollten irgendwann mal Instagram-Star werden 🙂 

Frnksson: Das ist nichts, was über Nacht kam. Ich hab bin jetzt seit vier Jahren dabei. Es war aber nie ein wirkliches Ziel. Ich poste, worauf ich Lust habe, und das sind meistens Selfies und Bilder aus meinem Leben. Scheint aber immer noch gut anzukommen. 

KinKats: Würdest du sagen, dass Instagram- und Youtube-Stars irgendwann die gängigen Postars ablösen werden? 

Frnksson: Ich schätze, das eine wird nicht mehr ohne das andere können. 

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Foto: Privat

KinKats: Apropos Youtube: Du bekommst doch bestimmt viele Anfragen deiner Follower, Make-Up- oder Haar-Tutorials zu machen. Ist Youtube eine Plattform, auf der du dich siehst? 

Frnksson: Absolut gar nicht! Ich hab Riesenrespekt vor den Mädels und Jungs, die so viel Arbeit da reinstecken! Sollte ich meinen eigenen Youtube Channel starten, würde es im Großen und Ganzen zeigen, wie ich versuche, ein Video zu schneiden und mich aus Verzweiflung betrinke. 

KinKats: Ist Facebook tot? 

Frnksson: Wer ist Facebook? 

KinKats: Wie viel gibst du von dir selbst in sozialen Medien preis? Und: Mit wie viel Taktik postet man ab einer gewissen Bekanntheit? Hintergrund meiner Frage ist, dass in kleineren Feeds oft jede Gefühlsregung thematisiert wird, während bekanntere Instagrammer nur die schönen Dinge im Leben in ihren Feeds festhalten. 

Frnksson: Kann schon sein, dass ich hauptsächlich die schönen Dinge festhalte. Ich verspüre aber auch nicht das Bedürfnis, meine Meinung, Ängste, Sorgen oder Probleme mit fremden Menschen zu teilen. Aber jeder sollte sein Instagram für das nutzen, was ihm Spaß macht oder für das er es als sinnvoll und wichtig erachtet. Nur wenn es authentisch ist, erfüllt es seinen Zweck. 

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Foto: Julien LRVR

KinKats: Wie gehst du mit Hatern um? Im echten und im virtuellen Leben. 

Frnksson: Gar nicht! Das Leben ist zu kurz, um sich mit Scheiße zu umgeben. 

KinKats: Du bist von oben bis unten mit Tattoos zugetackert. Bist du eine Sammlerin oder verfolgst du mit deinen Tätowierungen einen Plan, eine Art Ganzkörperkonzept? 

Frnksson: Ich bringe gerne Sachen zu Ende. Meine Beine sind eine Art Dauerbaustelle, mit der ich ein Konzept verfolge. Wie es danach weitergeht, weiß ich jedoch noch nicht. Aber weitergehackt wird safe. 

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Foto: Privat

KinKats: Wer tätowiert dich? 

Frnksson: Die meisten Sachen habe ich von Miguel, bei Instagram @m13tattoo. Ich liebe seine Arbeiten, und ich vertraue ihm blind. Ansonsten sind einige Sammlerstücke dabei und einiges von meinem Freund Lucas Wagner

KinKats: Sind Piercings oder andere Bodymodifikationen ein Thema für dich? 

Frnksson: Nur noch sehr eingeschränkt. Es waren deutlich mehr Piercings. Mit der Zeit mussten viele verschwinden. Geblieben ist der Nasenring und die Bridge. Die sollen auch erstmal bleiben ☺ 

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Foto: Konstantin Kuzya

KinKats: Lass uns über Body Positivity sprechen. Du hast einen Traumkörper. Bist du dennoch manchmal unzufrieden mit dir? Und wenn ja, wie schaffst du es, diese Gedanken zu vertreiben? 

Frnksson: Genau indem ich mir nicht einreden lasse, dass ich einen Traumkörper habe. Es ist ein Körper, genau wie jeder andere auch. Keine Definition, die es für mich oder andere zu erstreben oder zu erhalten gilt. Es gibt Tage, an denen will ich mich nicht ansehen. An anderen klebe ich minutenlang nackt vor dem Spiegel. Beides kommt vor. Beides ist okay. 

KinKats: Was würdest du Menschen raten, die mit ihrem Körper unzufrieden sind? 

Frnksson: Akzeptiert, was ihr nicht ändern könnt und macht es zu etwas Besonderem. Fangt an, Dinge zu ändern, wenn es in eurer Hand liegt und ihr Bock drauf habt! 

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Foto: Privat

KinKats: Du modelst. Hast du Ambitionen, für große Labels und Designer zu modeln oder ist das alles nur ein schönes Hobby? 

Frnksson: Im Zeitalter von Instagram und Co. wird mit dem Begriff „Model“ sehr locker um sich geworfen… Ich bin bei zwei Modelagenturen unter Vertrag und durfte bereits ein paar sehr geile Jobs machen. Langsam geht es in die Richtung, dass ich sagen kann, „Ja, ich model nebenher.“

KinKats: Ich mag deinen Feed sehr, weil du auf mich sehr positiv wirkst, eben so, als würdest du dich selbst einfach gut finden. Vielleicht irre ich mich, aber wenn es so ist, ist es eine unheimlich schöne Botschaft. Magst du den KinKats Lesern dein Geheimnis verraten? 🙂 

Frnksson: Das freut mich sehr ☺ Ich versuche, ohne Ballast zu leben. Macht es mich nicht glücklich, ist es nicht richtig. 

KinKats: Any last words? 

Frnksson: Es ist Waffel-Sonntag, also tschausen!

Frnksson bei Instagram
Großes Foto oben: Konstantin Kuzya

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