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Frank Weckert: Custom Bikes, Chopper, Rallye Streifen

Ein Interview von Marc Lohleif.
 
Frank „Lippe“ Weckert ist der Typ, den du auf allen Hochzeiten tanzen siehst. Mountainbike Pro, Dirtbiker, Tattoo Addict, Bassist, vor allem aber Auto-, Custom-Bikes- und Chopper-Kenner. Durchgeknallt und trotzdem auf dem Boden geblieben, guter Mann. Wenn du Schrauber bist und auf Punkrock stehst, wirst du Frank Weckert vermutlich eh kennen. Marc hat den 45-jährigen Remscheider zum Interview getroffen.
 
KinKats: Seit wann interessierst du dich für Custom-Bikes, -Cars und Chopper, und wie bist du an dieses Thema gelangt?
 
Frank Weckert: Ich interessiere mich eigentlich schon mein ganzes Leben lang für abgefahrene Fahrzeuge. Ein Nachbarjunge hatte eine frisierte Flori-Dreigang mit Fuchsschwanz, die fand ich schon immer geil. Mein Onkel hatte einen alten Rekord mit Rallye Streifen, und mein Opa hat immer an Autos rumgeschraubt. Benzin liegt mir quasi im Blut.
 
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 KinKats: Erinnerst du dich an dein erstes modifiziertes Fahrzeug? 
 
Frank: Ja, das war ein ziemlich schrottiger Opel Diplomat. Den fand ich geil, weil er so US-Car-mäßig aussah, der hat dann von mir krasse Amifelgen und High Jacker Stoßdämpfer bekommen.
 
KinKats: Schraubst du selbst oder lässt du schrauben? Oder anders gefragt: Welche Arten von Arbeiten machst du selbst, und welche lässt du machen?
 
Frank: Manche Sachen wie Ölwechsel, Zündkerzen oder auch mal ‘ne Vorderachse wechseln, mache ich schon selbst. Ich habe leider sehr wenig Geduld, deshalb frage ich lieber Freunde von mir, die das besser können. Und wenn ich genug nerve, helfen sie auch, bevor ich alles kaputt schraube.
 
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KinKats: Welche Fahrzeuge befinden sich derzeit in deinem Besitz?  
 
Frank: Bis Ende letzten Jahres besaß ich eine riesige Halle mit 15 US Cars. Leider musste ich mich aber von der Halle und elf Autos trennen, die standen sich kaputt. Jetzt besitze ich noch einen 66er T-Bird, einen Econoline Van, eine Ratte und mein Lieblingsauto, einen 55er Plymouth Belvedere. Dann noch zwei Harleys, die ich selbst designt habe, und eine umgebaute SR 500.
 
KinKats: Bist du ein Sammler oder eher jemand, der seine Fahrzeuge häufig wechselt, damit es spannend und interessant bleibt?
 
Frank: Eigentlich eher Sammler.
 
KinKats: Du fährst mit deinem, ich meine, es war ein Plymouth, zum nächsten Event. Welche Musik läuft während der Fahrt?
 
Frank: Motörhead oder, wenn ich mich entspannen will, The Gaslight Anthem. 
 
KinKats: Du machst auch selbst Musik und hast unter anderem bei der Punkrock-Band Dan Dryers gespeilt. Bist du immer noch aktiv? 
 
Frank: Ja, Dan Dryers machen gerade ein neues Album, und mit unserem Drummer Martin habe ich noch eine Zwei-Mann-Stoner-Combo: The Diabolic Tigerqueens.
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KinKats: Musik, Custom Cars – das war aber noch lange nicht alles. Du bist außerdem Publisher einiger Magazine, wie zum Beispiel dem „Kustom Life Magazin“ …
 
Frank: Puhhh, das mache ich schon seit 25 Jahren. Es hat mit einem Mountainbike Fanzine angefangen, mittlerweile sind es sechs Titel. Alles Magazine mit Leuten, die, wie ich, mit Liebe in ihrem Thema sind!
 
KinKats: Was treibst du neben dem Job und deiner Leidenschaft zu Autos und Motorrädern in deiner Freizeit?
 
Frank: Schlafen! (lacht) Nee, ich hab echt nicht viel Zeit. 
 
KinKats: Gibt es in nächster Zeit Veranstaltungen, die du auf keinen Fall verpassen darfst? 
 
Frank: Also, was Mountainbike angeht, das IXS Dirtmasters Festival in Winterberg, dann die Aachener Tattoo Convention (Kaiserstadtexpo) und das Trip Out in England! Und im Mai den Season Opener vom Salon Moto in Ulm.
 
KinKats: Was findest du in der derzeitigen Kuston Kulture Szene so richtig scheiße?
 
Frank: Ach eigentlich nix. Jeder, wie er mag…
 
Alle Fotos: Privat
 
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