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Smile And Burn – Get Better Get Worse: Kronkorken statt Kronen

Eine Review von Laura van Tango.

Niemand ist mehr überrascht, wenn eine Smile And Burn Neuerscheinung einschlägt wie eine Bombe. Mit ihrem DIY Ethos, unerschöpflichem Punkrock-Spirit, Wut in Bauch und Stimme und Wanderlust ohne Ende, haben sie sich mittlerweile deutschlandweit und szeneübergreifend einen Namen erspielt. Was Smile and Burn von vielen halbgaren Projekten mit ähnlich starkem Drive unterscheidet, ist ihre Fähigkeit, emotional brutale Texte in scheppernde Songs zu verpacken, ganz ohne Pathos oder Verlust der Energie. Und getreu dem Motto „Never change a winning team“ behalten Smile And Burn diesen Kurs auf ihrem neuen Album „Get Better Get Worse“ bei. 

Nach drei Alben und Tourneen durch Japan und England steuern die Hellersdorfer Vielversprechendes zum Jahresstart 2017 bei. Und weil Smile And Burn so grandios ihr Ding machen, brechen sie auch mit der scheinbar unausweichlichen Entwicklungsrichtung des Studiosounds. „Get Better Get Worse“ ist aufs Wesentliche runtergebrochener, melodischer Punkrock. Roh und rau und authentisch treten Smile And Burn, in den Worten ihres Bookers Alex Merkes (Chimperator Live), hier auch abseits der Bühne „derbe durch den Tisch“.

Nebst gewohnter Rotzigkeit üben sich die Jungs in Popgefilden, am deutlichstens erkennbar in „Good Enough“. So catchy und upbeat, dass man ihn Smile And Burn beim ersten Hören nicht unbedingt zuordnen würde. Der Wiedererkennungswert liegt im Text. „I am failure, I am flawed, not sure if we can make it, I am fine for now“ heißt es da. Das Beste aus widrigen Umständen rausholen, niemals kapitulieren und unterwegs den Mittelfinger weit oben. In dieses Bild haben sich viele ihrer Fans verliebt, und es wird wieder und wieder bestätigt.

„Not Happy”, eine simple und präzise Abrechnung mit dem kollektiven Verblendungswahn in sozialen Medien und der Opener des Albums, gibt die Richtung des Albums an und versichtert, dass auf die Band aus Herford Verlass ist. „Fueled by prestige you rule the airwaves with all the knowledge no one else has. Too few crowns for too many kings.“ Smile And Burn wollen Kronkorken statt Kronen. Und das tut verdammt gut.

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Smile And Burn – „Get Better Get Worse“
Uncle M Music
Erscheint am 3. Februar
Smile And Burn bei Facebook

Smile And Burn Live:
10. März: Leipzig – Conne Island
11. März: Jena – Kassablanca
13. März: München – Sunny Red
14. März: Nürnberg – Stereo
15. März: Wien (AT) – B72
16. März: Innsbruck (AT) – Weekender
17. März: Rorschach (CH) – Treppenhaus
18. März: Stuttgart – Zwölfzehn
20. März: Frankfurt – Nachtleben
21.März: Köln – Underground
22. März: Dortmund – FZW
23. März: Hamburg – Hafenklang
24. März: Hannover – LUX
25. März: Bremen – Tower
26. März: Bielefeld – Nr. z.P.
31. März: Berlin – Musik und Frieden
9. bis 13. August: Eschwege – Open Flair Festival

 

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