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Chris Harbour: Follow me on Instagram!

Ein Text von Mimi Erhardt.

Wann ich auf Chris Harbour aufmerksam geworden bin, weiß ich nicht mehr. Aber es muss schon eine ganze Weile her sein, denn ein täglicher Blick in seinen Instagram Feed gehört zu meinem Tag wie die morgendliche Tasse Kaffee. Der Mann hat einfach was. Vielleicht liegt es daran, dass er sich durch seinen gezwirbelten Moustache von der Armee der Bartträger abhebt (no offense, bearded babes!), oder an seinen Augen, die so türkis-blau sind wie einst das Nichtschwimmerbecken im Oer-Erkenschwicker Freibad. Vielleicht ist es sein Style, seine Attitude. Also schnappte ich mir die Instagram Celebrity (16.000 Follower) zum Interview, um mehr über Chris Harbour herauszufinden.

Dein Künstlername: Chris Harbour

Geburtsjahr: Baujahr 1992

Sternzeichen: Fische

Deine Bodymods: Mein erstes Piercing war das Septum, das ich mir heimlich gestochen habe, weil meine Eltern gegen Piercings und Tattoos waren. Danach habe ich angefangen, meine Ohren zu dehnen. Bei 18mm habe ich aufgehört. Ich hab‘s versucht, aber es sah danach nicht mehr schön an mir aus. Das Nostril war das nächste, aber damals hat sich gefühlt jede Person auch ein Nostril machen lassen, deshalb hab ich mir gleich ein paar Wochen später ein zweites daneben stechen lassen. Das neueste ist ein Implantat unter dem linken Auge. Es ist jetzt nach fast zwei Jahren leider rausgewachsen, aber ich werde es mir sicher wieder stechen lassen 🙂

Deine Website: Hier findet ihr mich bei Instagram, hier auf Facebook.

Wie geht es dir gerade jetzt? Wie es mir zurzeit geht? Ich mag den Winter nicht besonders sehr, ständig ist man verschnupft, und alles ist doof. Diese Jahreszeit macht mich ein klein wenig depressiv.

Beschreibe dich selbst in drei Worten: Beer/Pizza/Cats.

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Foto: Daniel Hetzel

KinKats: Was war dein erstes Tattoo? Und was hat dich dazu bewegt, es machen zu lassen? 

Chris Harbour: Mein erstes Tattoo war ein einfacher Schriftzug auf der Brust, „Life Goes On“ 😀 Den habe ich natürlich in der Zwischenzeit gecovert, beziehungsweise mit einem größeren Chestpiece verschmelzen lassen 🙂

KinKats: Welcher Tattoo Artist hat dich am stärksten beeinflusst?

Chris Harbour: Schwierig zu sagen, wer mich beeinflusst hat. Ich kann nur sagen, dass ich einen Tätowierer gefunden habe, dessen Tattoos ich einfach top finde, will in Zukunft öfter zu ihm gehen. Der Tätowierer heißt Ibi Rothe und wohnt in Leipzig, wo ich auch wohne.

KinKats: Was war dein erstes Konzert? Und hat es deinen Musikgeschmack beeinflusst?

Chris Harbour: Da ich vom Dorf komme und da nie etwas los war, hat es echt lange gedauert, bis ich es mal bis auf ein Konzert geschafft habe, haha. Beeinflusst hat es mich nicht, weil ich die Bands schon vorher mehrere Jahre gehört hatte. Ich habe nur mehr Lust auf Livemusik bekommen. Das Konzert war genau genommen Teil einer Tour mit A Day To Remember, August Burns Red und The Ghost Inside. The Ghost Inside ist eine Band, die ich heute noch liebe.

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Foto: mrvh.px

KinKats: Auf Instagram nennst du dich XThecurtainfellX – die Xe stehen ja traditionell für die Zugehörigkeit zum Straight Edge. Bist du Straight Edger?

Chris Harbour: Ich bin keinesfalls Straight Edge, ich musste die Xe vor und hinter meinen Namen machen, weil thecurtainsfell schon vergeben war.

KinKats: Du hast auf Insta über 16 k Follower – wie sind die so? Sehr aktiv? Und wie reagieren Girls auf dich?

Chris Harbour: Es kommt trotz vieler Follower immer noch auf die Qualität der Bilder an. Wenn es gute Bilder sind, dann sind die Follower auch aktiv. Meine Freunde machen sich schon immer lustig, wenn wir auf Konzerte gehen und da junge Girls sind, die flüstern und mit dem Finger auf mich zeigen, haha. Das Lustige daran ist, dass mich aber nie jemand anspricht. Dass ich gesehen worden bin, wird dann immer unter meinen Bildern kommentiert 😀

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Foto: Eclipse Media Design

KinKats: Ich liebe ja deinen Schnurri. Ist der eine Art Statement gegen den noch immer herrschenden Bartwahn?

Chris Harbour: Mit dem Bart wollte ich mich tatsächlich von den Bubigesichtern und den Vollbartmenschen abheben. Den Komplimente zufolge, scheint er mir auch zu stehen.

KinKats: Absolut! Du bist sehr schlank, hast manchmal fast etwas Androgynes, das du noch zusätzlich betonst – letztens hast du ein Foto von dir in einem rosa Longsleeve gepostet. Ist Genderbending ein Thema für dich?

Chris Harbour: Ich habe einfach nur einen guten Stoffwechsel, bin auch nicht magersüchtig oder irgendwas anderes 🙂 Ich finde, eine Farbe hat kein Geschlecht, jeder soll und darf so sein, wie er will, das tragen, was ihm gefällt und lieben, wen er will.

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Foto: Daniel Hetzel

KinKats: Was ist dir wichtig im Leben?

Chris Harbour: Frei sein.

KinKats: Wenn ich mir dein Instagram so ansehe, machst du viele Shootings. Was reizt dich daran? Und wie läuft ein Shoot mit dir ab? Sprich: Bist du nervös oder eher ein lässiger, alter Hase? 

Chris Harbour: Ja, in letzter Zeit mache ich echt viele Shootings. Ich mag es einfach, die Resultate zu sehen. Ob ich aufgeregt bin, kommt immer auf den Fotografen an. Wenn ich denjenigen schon länger kenne, gibt es keinen Grund, aufgeregt zu sein.

KinKats: Bist du gut im Posen? 🙂

Chris Harbour: Ich habe so meine Standard Posen, bin aber immer froh, wenn mir jemand Tipps gibt, wie man sonst noch gut auf den Bildern aussehen kann 🙂

KinKats: Vor wessen Kamera würdest du gerne mal stehen?

Chris Harbour: Brandon Woelfel.

KinKats: Angenommen, wir lernen uns auf einer Party kennen. Gibt es Themen, die ich lieber NICHT ansprechen sollte?

Chris Harbour: Wüsste jetzt aus dem Stegreif kein Tabuthema. 

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Foto: Eclipse Media Design

KinKats: Wie würdest du deinen persönlichen Style beschreiben?

Chris Harbour: Ich habe echt keine Ahnung, wie ich meinen Style beschreiben soll. Alternativ vielleicht?

KinKats: Wer hat dir zuletzt ein Kompliment gemacht und für was?

Chris Harbour: Gute Frage, die ich jetzt so gar nicht beantworten kann. Bekomme des öfteren Komplimente für meine Augen, finde selbst blaue Augen schön.

KinKats: Tinder oder Trödelmarkt?

Chris Harbour: Instagram Directmessage 😀 Ich bin tatsächlich bei Tinder angemeldet, scheint aber nicht so meine Plattform zu sein, da ich mich bis jetzt nur mit einer Person, die ich da mal kennengelernt habe, getroffen habe.

KinKats: Was treibst du in deiner Freizeit?

Chris Harbour: Zeit mit Freunden verbringen, mich tätowieren lassen und auf Konzerte gehen 🙂

KinKats: Gibt es ein Kleidungsstück, das du niemals abgeben würdest?

Chris Harbour: Ich hab voll die tolle Übergangsjacke von Drop Dead, die ich über alles liebe.

KinKats: Was treibst du nach Feierabend – chillen oder Party?

Chris Harbour: Die Woche über mehr chillen, außer, wenn ein Konzert in die Wochentage fällt. Freitags und am Wochenende gerne auch mal Party.

KinKats: Fleisch, vegan oder irgendwo dazwischen?

Chris Harbour: Ich ernähre mich vegetarisch.

KinKats: Wie sieht dein perfekter Tag aus?

Chris Harbour: Ausschlafen, gemütlich in den Tag starten, Action mit Freunden haben und bis spät in die Nacht aufbleiben.

KinKats: Any last words?

Chris Harbour: Follow me on Instagram 😀 Nein Spaß, war mir eine Ehre, die Fragen zu beantworten 🙂

Großes Foto oben: Eclipse Media Design

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