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J.B.O. und Die Drescher live: Verteidiger des harten Blödsinns

Eine Konzertreview von Micha.

Am 4. November ging es im HsD Gewerkschafthaus in Erfurt ordentlich zur Sache. Die Fun Metal Legenden J.B.O. und die Jodelmetaller Die Drescher waren angekündigt – und zogen voll durch!

Im gewohnten Dunkel suchten Die Drescher sich an diesem Abend ihren Weg auf die Bühne. Guter Gedanke, aber schwierig in der Praxis: Die Jungs, die ihre Musik als „die härteste Volksmusik, die du je gehört hast“ bezeichnen, hatten Glück, dass sie nicht von der Bühne fielen. Verdammt wenig Platz für die niederösterreiche „Dresch Metal“ Kapelle!

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Aber dann ging es los wie die Feuerwehr. Ihrem Namen alle Ehre machend, droschen Bernd, Gernot, Filip, Roland und Sigi wild drauf los. Schade, dass ihr Crossover aus Thrash Metal und Volksmusik anfangs im absoluten Soundbrei unterging. Die Soundtechniker waren von so viel Energie wohl überrascht.

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Neben den Soundproblemen wurden die Mannen, wie schon erwähnt, mächtig von den Platzverhältnissen eingeschränkt. Aber mit all ihrer Erfahrung umschifften Die Drescher diese Klippen lässig und zogen das Publikum auf ihre Seite. Am Ende des Sets wurden sie herzlichst applaudierend von den Fans verabschiedet. Die Drescher haben sich in Erfurt garantiert einige neue Freunde gemacht.

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J.B.O., eine der wohl am häufigsten missverstandenen und polarisierendsten Band des deutschen Metals, nahmen ihren Fans erstmal das Glaubensbekenntnis ab, um dann ihre Anhänger mit „Bolle“ von 0 auf 150 zu bringen. Was dann folgte, war ein Feuerwerk aus Hits, Schlag auf Schlag: „Rock Muzik“, „Arschloch“, „Im Verkehr“, „Ich liebe dir“, „Party“, „Hose runter“, „Tag zum Sterben“ – J.B.O. gönnten ihren Fans kaum eine Pause. 

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Nicht unerwähnt bleiben der Gitarrenrowdy der Jungs. Dieser Mann leistete an diesem Abend Schwerstarbeit. Wusste gar nicht, mit wie vielen Klampfen J.B.O. während eines Konzerts so auf der Bühne rummachen!

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Tja und dann waren irgendwie auch schon zwei Stunden rum. Und mit ein wenig Wehmut, aber aus allertiefster Überzeugung, formierten sich die J.B.O. Fans, auch bekannt als die Rosa Armee Fraktion, vor den Augen ihrer Mannen und schworen sich und der Band, auf ewig „Verteidiger des wahren Blödsinns“ zu sein. Und Sänger Vito sah, dass es gut war und entließ die Meutegrinsend nach diesem Riesenfest.

Und an alle Nörgler: Verdammt, Metal darf auch Spaß machen!

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