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Nasti van der Weyden: Magazin-Niveau statt Tittenheft-Level

Interview von Mimi Erhardt

Nasti van der Weyden ist mit ihren kurzen Haaren nicht nur eine optische Ausnahme im Tattoomodel Universum. Sie ist die Existentialistin unter den tätowierten Beautys, die heißeste, intellektuelle Braut, der ich jemals begegnet bin. Wenn sich die Schöne nicht gerade vor der Kamera räkelt oder für den nächsten Halbmarathon trainiert, macht sie Kunst, produziert Hörspiele und schreibt über das, was ihr auf der Seele brennt. Nasti van der Weyden ist still und stark, eine toughe Frau, die weiß, was sie will, und gleichzeitig noch immer das Mädchen, in das du schon zu Schulzeiten heimlich verknallt warst. 

Dein Künstlername: Nasti van der Weyden
Dein Geburtsjahr: 1991
Dein Sternzeichen: Wassermann
Deine Bodymods: Tattooed all over.
Deine Website: Folgt mir bei Instagram.
Wie geht es dir gerade jetzt? Ein wenig gestresst, leider.
Beschreibe dich selbst in drei Worten: Reiselust, Wanderlust, Kontrollverlust.

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Foto: 440 Photography

KinKats: Was war dein erstes Tattoo oder dein erstes Piercing? Und was hat dich dazu bewegt, es machen zu lassen?

Nasti van der Weyden: Mein erstes Tattoo war eine kleine Rose auf dem Unterarm, ein kleiner, spontaner Einfall Im Urlaub in der Schweiz. 

KinKats: Welcher Tattoo Artist hat dich am stärksten beeinflusst?

Nasti: Jakub Settgast, der mich seit sechs Jahren tätowiert.

KinKats: Was war dein erstes Konzert? Und hat es deinen Musikgeschmack beeinflusst?

Nasti: Zu peinlich, um es öffentlich auszusprechen. Und glücklicherweise hat es mich nicht nachhaltig beeinflusst.

KinKats: Wie würdest du deinen persönlichen Style beschreiben?

Nasti: Allblackeverything, artificial, aber immer mit einem Hauch Optimismus. 

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Foto: David Szubotics

KinKats: Was dich von vielen anderen Tattoogirls unterscheidet, sind deine Haare: Relativ kurz, immer wieder neue Farben – wie wichtig sind deine Haare, um dich auszudrücken? Oder sind sie einfach nur Style-Accessoire? 

Nasti: Meine Haare sind mir gar nicht so sehr wichtig. Deswegen schneide ich sie auch regelmäßig wieder zum Pixie Cut. Und weil gerade damit frisurentechnisch nicht viel zu bewerkstelligen ist, wird die Farbe so oft es geht verändert.

KinKats: Dein Körper ist traumhaft weiblich, aber eben durch deine Short Hair Cuts wirkst du manchmal beinahe boyish, androgyn. Ist diese Wirkung beabsichtigt?

Nasti: Ohhh, merci erstmal für das „traumhaft“! Für den androgynen Look fehlt mir die Schärfe im Gesicht. Es ist so rund wie der Rest… Daher: Nein, die Wirkung ist eigentlich nicht beabsichtigt. 

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Foto: Vanessa Marie

KinKats: Du gehörst mit zu Deutschlands bekanntesten Tattoomodels. Wann hast du mit den Shootings angefangen? 

Nasti: Schon mit 20. Seit fünf Jahren also schon – die Zeit ist einfach so dahin geflogen. Wenn ich Fotos aus der Anfangszeit sehe, fällt mir erst auf, wie sehr ich mich verändert habe. Einmal, was die Fülle der Tattoos angeht, aber auch, was den (fotografischen) Ausdruck und (mein persönliches) Auftreten betrifft. 

KinKats: Du zeigst in vielen deiner Fotos viel Haut, gibst dich sehr stark und sexy. Was reizt dich an Shootings dieser Art? 

Nasti: Mich so zu sehen, wie ich gesehen werden möchte – das verfolge ich bei diesen Shoots. Und natürlich die Sexiness itself. So oft kommt es dann doch nicht vor, dass ich mich in meine schönste Wäsche werfe und mich vor den Spiegel stelle, mit dem Gedanken: Hej, das bist du, das sieht schick aus. Allermeistens bin ich sowieso „privat“ nicht so offensichtlich sexy. Ich trage meine Brille (Harry Potter forever), Vans statt Highheels und weite Kleider, unter denen sich ein funktioneller, statt schicker BH versteckt. Mit 70D darf ich auch mal jammern auf hohem Niveau: Man findet kaum einen schönen BH in dieser Größe, jedes Modell, das auch nur minimal gepusht ist, ist kategorisch ausgeschlossen. Und bügellos und aus Spitze, das gibt es nur auf Fotos. Sorry, Jungs!

KinKats: Was braucht es, damit du dich bei Nude Shoots wohl fühlst? 

Nasti: Es ist mir sehr wichtig, das Portfolio und den Stil des Künstlers zu mögen. Vielleicht ihn oder sie auch schon von einem Testshooting (angezogen) zu kennen – die persönliche Basis darf ruhig stimmen, sonst wird’s mit Aktfotos eh nix. Wenn der gegenseitige künstlerische Anspruch stimmt, man also auf Augenhöhe „operiert“ und gute Ergebnisse folgen, war es bisher auch immer so, dass ich nicht das letzte Mal mit diesen Fotografen zusammengearbeitet habe.

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Foto: Erik Fischer

KinKats: Gibt es etwas, das du ganz jungen Dingern, die gerade mit Aktfotografie anfangen, mit auf den Weg geben magst?

Nasti: Macht keine billigen Fotos. Schaut euch das Portfolio der Fotografen an. Bitte setzt euch nicht nackt auf ein Motorrad und lasst den Möchtegern-Knippser im Hintergrund ein Composing aus Flammen und Öl zaubern, lehnt Colorkey stets ab und ehrt den Schwarz-Weiß-Künstler. Macht es auf Magazinniveau, nicht auf Tittenheftlevel.

KinKats: Du bist häufig auf Instagram, Snapchat und Facebook unterwegs. Was hältst du von der No-Nipple-Politik der Amis?

Nasti: Es nervt. Nervtnervtnervt. Amerika diktiert mir/dir/uns, welche Inhalte vertretbar sind und welche nicht. Lächerlich, diese Grenze an der Brustwarze der Frau festzumachen. Dazu ist es sexistisch, anmaßend und verbannt viele wunderschöne, geschmackvolle Bilder auf diesen Plattformen. Und schwemmt die gleichzeitig mit viel Müll voll. Trotzdem muss ich zugeben, ich halte mich daran – gezwungenermaßen. So viel (Haut) wie möglich, so zensiert wie nötig.

KinKats: Wer hat dir zuletzt ein Kompliment gemacht und für was?

Nasti: Mein Freund, für meinen Hintern. Als ich morgens, wenig galant, meine Feinstrumpfhose bis unter die Achseln hochzog und er noch im Bett lag.

KinKats: Und was findest du an dir selbst besonders süß, hübsch oder sexy?

Nasti: Ich mag meine Äuglein und meine Hände. Beides kann je nach Situation zuckersüß oder äußerst sexy eingesetzt werden.

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Foto: 440 Photography

KinKats: Kommen wir zu unseren Shortcuts. Meine erste Frage: Tinder oder Trödelmarkt? 

Nasti: Thrinder.

KinKats: Was treibst du in deiner Freizeit? 

Nasti: Schreiben, umräumen, auf Reisen gehen, einmal im Jahr einen Halbmarathon laufen, viel Feiern und, wenn es die Zeit erlaubt, auch mal 13, 14 Stunden im Bett liegen.

KinKats: Gibt es ein Kleidungsstück, das du niemals abgeben würdest?

Nasti: Meinen schwarzen Wintermantel, den mir meine Oma zum 16. Geburtstag gekauft hat. Den trage ich heute noch – er wurde schon ein paar Mal repariert, zum Beispiel das Innenfutter, die Knöpfe, sitzt aber noch wie damals.

KinKats: Was treibst du nach Feierabend – chillen oder Party? 

Nasti: Wenn alles erledigt ist: Feiern!

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Foto: Erik Fischer

KinKats: Fleisch, vegan oder irgendwo dazwischen?

Nasti: Seit zehn Jahren vegetarisch und ohne Ei.

KinKats: Wie sieht dein perfekter Tag aus? 

Nasti: Ausschlafen, joggen, einen Smoothie (gekauft, zu faul, den Mixer sauber zu machen) trinken, lesen, in eine meiner liebsten Ausstellungen gehen, zwei bis zehn Folgen House of Cards im Bett schauen, und wenn mich jemand lieb-überzeugend fragt, ob ich noch rumkomme und ausgehen möchte, bis morgens feiern gehen.

KinKats: Oma-Schlüpfi, Hipster Panties oder String? 

Nasti: Hipster Panties.

KinKats: Mal unter uns – wie viel Haut würdest du bei einem Fotoshooting für KinKats zeigen? 

Nasti: All in or nothing.

Nasti van der Weyden bei Instagram // Nasti van der Weyden bei Facebook
Fotos in der Galerie: Thomas Reichl

 

One Response
  1. […] Ich rutsche ein wenig hoch, sodass ich dein Gesicht besser sehen kann, meine Hand schiebe ich in deine Shorts. Du hast den großartigsten Schwanz, den ich je gesehen habe, er ist perfekt, und ich liebe ihn. Ein bisschen krumm ist er, dick und lang, er ist mein Freund. Deine Eier sind nicht zu groß und nicht zu klein, kein hängender Sack, sondern so, wie Mädchen sich Säcke vorstellen, prall und reizend. Die Farbe deines Schwanzes passt so gut zum Teint meiner Muschi, dass es mich umhaut. Und was du alles mit ihm anstellen kannst. Ich seufze. So viel Glück auf einml, und alles nur für mich. Dein Schwanz, auf einmal ganz hart, macht mich sehr, sehr froh, und ich sollte ihm einen Orden dafür verleihen. Vielleicht würde ich auch noch eine Krone darauf malen. Eine Krone für den König, der Königsschwanz für die Königin. […]

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