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Steel Panther in Stuttgart – Hair Metal und Peniswitze ohne Ende

Konzert-Review von Michael Edele

Was man momentan aus den Staaten zu hören und sehen bekommt (Trump vs. Clinton), hat zwar in gewisser Weise auch mit Comedy zu tun, ist in seiner letzten Konsequenz aber eher ernüchternd und deprimierend. Umso mehr braucht man, gerade zum Herbstanfang, ein wenig Aufheiterung, und da kommen Steel Panther gerade recht. Perfekt, dass die Hair Metaller im Rahmen ihrer Deutschland-Tour just erst Station in Stuttgart machten.

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Von einer Hausband auf dem Strip in L.A. in die Porsche Arena in Stuttgart: Das muss den Jungs erst mal einer nachmachen. Und dann auch noch mit einer Mucke, die eigentlich schon seit den 80ern tot und vermodert ist (Wie bitte??? Gruß aus der Redaktion) und Klamotten, die man sonst nur zu entsprechenden Mottopartys, Fasching (Wie bitte?????? Energischer Gruß aus der Redaktion) oder der großartigen Partymonium Party anzieht. Und natürlich mit verdammt starken Songs, die alle und ausschließlich davon handeln, wie man am besten und am häufigsten die Gurke versteckt!

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Steel Panther legen auch in Stuttgart einen Humor an den Tag, den nicht jeder versteht oder verstehen will. Eigentlich erstaunlich, dass sich nicht viel mehr Leute über die Band aufregen – kein Klischee wird an diesem Abend ausgelassen, keine Zote ausgespart und keine Pose vergessen. Das wissen nicht nur die Herren in der leider höchstens zu drei Vierteln gefüllten Porsche Arena zu würdigen. Auch die anwesenden Damen sind textsicher, begeistert, aber leider nicht ganz so textilfrei, wie erwartet. Blank zieht an dem Abend offenbar nur eine einzige Dame im Publikum.

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Die Interaktion und Kommunikation auf der Bühne folgt seit Jahren demselben Muster, hebt die Stimmung aber schon mit dem ersten Song. Dass bei „17 Girls In A Row“ eine entsprechende Anzahl an Ladys auf die Bühne geholt wird und der ein oder anderen ein Backstage-Ticket zugesteckt wird, hat schon Tradition. Dass eine der Damen Sänger Michael Starr aber zwischendrin das Mikro klaut und den Song absolut erstklassig zum Teil alleine singt, ist für alle eher überraschend.

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Somit bleibt ein unterhaltsamer Abend mit einer wie immer gut aufgelegten Band und sämtlichen Peniswitzen, die jemals erfunden wurden. Mein persönlicher Favoritenspruch des Abends war allerdings dieser: „Wenn unser Sänger noch dümmer wär, hätten wir zwei Bassisten.“ Ich freue mich schon auf die nächste Tour!

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