biertester

Besser saufen mit Eric & Frank TV oder: Bock auf Bier?

Text von SchwarzeRoseRaven

Auf unseren langen Reisen durch das Internet stoßen wir immer wieder auf interessante Persönlichkeiten. Manche davon faszinieren uns so sehr, dass wir mehr erfahren, sie ausfragen und überhaupt ganz genau wissen wollen, was sie denn nun so besonders macht. Eine dieser Persönlichkeiten ist Frank, ein Teil des YouTube-Duos Eric & Frank TV. In ihrem Channel reden die beiden über ihre zwei großen Leidenschaften Bier und Metal und filmen diese Männergespräche ganz zwanglos. Und mehr noch: Eric & Frank stellen in ihrem Kanal Biere aus der ganzen Welt vor, verkosten sie und testen die Bierchen auf Herz und Nieren. Zwischendurch schauen Gäste vorbei, doch die Hauptattraktion sind neben dem Gerstensaft die Hosts Eric und Frank. Wir haben uns Biertester Frank geschnappt und ihm Fragen gestellt.

KinKats: Warum machst du Eric & Frank TV?

Frank: (lacht) Diese Frage höre ich nicht zum ersten Mal. Eric & Frank TV ist aus einer Laune heraus entstanden. Eric und ich saßen eines Nachts – nach ungefähr zehn Bier – auf der Couch und haben einfach eine Kamera angemacht. Zufällig hatten wir sogar ein Thema, über das wir quatschen konnten, da wir gerade frisch aus Holland zurück waren und uns dort einige CDs im Plattenladen Music Machine in Sittard gekauft hatten. Darum handelt die erste Folge, die mittlerweile vor der Öffentlichkeit versteckt wird, von Musik CDs und dem schönen Sittard.

KinKats: Hattest du denn zu diesem Zeitpunkt schon Ahnung vom Filmen, davon, wie das alles funktioniert?

Frank: Ich war noch absoluter Anfänger im Bereich Videobearbeitung und habe mich ohne jegliche Kenntnis an den Schnitt dieser Folge gesetzt. Schon da habe ich gemerkt, wie viel Spaß mir diese Arbeit macht, und so folgten noch viele weitere – zugegeben qualitativ miserable – Videos von uns. Ich habe also sozusagen zusammen mit Eric & Frank TV gelernt, wie Videobearbeitung funktioniert. Seit der Folge „Biertest #9“ und nicht zuletzt seit „Biertest #24“ hat sich dann die optische Qualität stark verbessert, da wir seitdem mit einer besseren Kamera und Studioleuchten drehen.

KinKats: Hast du ein Ziel, das du mit eurem YouTube Channel verfolgst? Um was geht es dir?

Frank: Ich möchte mit Eric & Frank TV im Vergleich zu anderen YouTube-Projekten qualitativ „höherwertige“ Unterhaltung bieten. Zumindest im Rahmen meiner Möglichkeiten. Davon abgesehen, macht es auch schlichtweg ungeheuer viel Bock! Wenn mir eine Idee in den Sinn kommt, kann ich sie bei Eric & Frank TV umsetzen. Meistens in Form eines Intros und nicht als komplette Folge. Das Hauptaugenmerk bei uns liegt auf den Biertests, die allerdings nur die Basis für die Videos ist. Eine Art roter Faden. Tatsächlich haben wir nicht genug Ahnung, um uns seriöse Biertester zu nennen. Ich will die Leute einfach zum Lachen bringen, mich kreativ betätigen und natürlich zum Bierkonsum aufrufen (lacht). Dabei spielt es für mich keine große Rolle, möglichst vielen Zuschauern zu gefallen. Ich möchte komplett ehrlich bleiben und meine Vorstellungen nicht aufgrund von Zuschauerzahlen verändern. Die Leute, die uns abonniert haben, werden schon einen Grund dafür haben, und das freut mich, weil sie genau das mögen, was ich mir ausgedacht habe.

KinKats: Wie kam es zum Zusammenschluss mit Eric?

Frank: Eric ist, seit ich denken kann, mein bester Kumpel. Wir kennen uns seit über zehn Jahren, und das gemeinsame Interesse am Biertrinken und Blödsinnmachen eint uns. Außerdem wäre es ohne ihn niemals zu Eric & Frank TV gekommen, da er damals die Idee hatte, wir sollten uns beim Betrunkensein filmen. Davon abgesehen, kommen durch seine Anwesenheit auch die lustigen Dialoge zustande. Ich bin mir sicher, dass keiner von uns beiden alleine Eric & Frank TV machen könnte. Zumindest nicht mit dem gleichen Ergebnis.

Umfrage
KinKats: Was hat dich dazu gebracht, Filme zu schneiden?

Frank: Als ich das erste Mal einen Film von David Lynch gesehen habe, begann mein Interesse am Filmemachen. Seine besondere Art, Bild, Schnitt und Ton miteinander zu verweben, hat mich beeindruckt und den initialen Anstoß für mein eigenes Engagement gegeben. Das heißt nicht unbedingt, dass ich ein großer Filmegucker bin. Meine Freundin bezeichnet mich sogar als Film-Depp, weil ich – im Gegensatz zu ihr – nicht viele Filme kenne.
Ob das meine Kreativität nun bremst oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Die meisten Ideen für meine Szenen kommen entweder beim Biertrinken oder während ich schlafe.

Kinkats: Hast du noch andere Hobbys?

Frank: Musik ist zusammen mit Videobearbeitung mein größtes Hobby. Ich spiele Gitarre und Bass, was man sich auch auf YouTube angucken kann. Seit Eric & Frank TV kümmere ich mich jedoch nicht mehr so sehr um meinen Musik-Channel. Nichtsdestotrotz höre ich fast den ganzen Tag auf der Arbeit Musik und schreibe abends noch hin und wieder ein paar Songs. Ich kaufe auch regelmäßig neue CDs und Schallplatten, obwohl die Schallplattenzeit vor meiner Geburt lag. Ab und zu gibt es ja bei Eric & Frank TV kleine musikalische Einspieler oder Intros.

Gitarre
KinKats: Welche ist deine Lieblingsband?

Frank: Was für eine Frage! Ich glaube, kein Mensch, der sich ernsthaft für Musik interessiert und aus dem Jede-Woche-eine-neue-Lieblingsband-Alter raus ist, kann diese Frage eindeutig beantworten. Ich könnte versuchen, für jedes Genre eine oder zwei Bands raus zu picken, die mich derzeit, manchmal schon seit langer Zeit vom Hocker hauen, mehr ist aber nicht drin. Okay, fangen wir an. Black Metal: Inquisition, Death Metal: Myrkskog, Dying Fetus, Thrash Metal: Exodus, Sepultura bis 1991, Nu Metal: Korn, Hard Rock: AC/DC, Classic Rock: The Beatles, Pink Floyd, Reggae: Bob Marley – Überraschung (lacht), Punk: The Shocks, HipHop: Kollegah, Sonstiges: Frank Zappa, Joint Venture.

KinKats: Hast du ein Lieblingsbier?

Frank: Obwohl wir bei Eric & Frank TV schon viele verschiedene Biere getrunken haben, kann ich davon keines als Lieblingsbier bezeichnen, weil ich zwischendurch so viel Bitburger trinke, dass der Geschmack der anderen Biere schnell in Vergessenheit gerät. Darum einfach: Bitburger.

KinKats: Was bedeuten dir Metal und Bier?

Frank: „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“ – das soll Friedrich Nietzsche mal gesagt haben. Das unterschreibe ich voll und ganz. Ich höre zwar viele unterschiedliche Musikstile, aber keiner davon berührt mich so sehr wie der Klang einer übersteuerten Gitarre. Gerne auch Verzerrung bis zum jüngsten Tag! Metal – insbesondere Black Metal – trifft Stellen in meiner Seele, an die nichts anderes gelangt. Nichts! Ich finde das Gefühl magisch und beinahe unbeschreiblich, daher werde ich jetzt auch keine Versuche unternehmen, es zu beschreiben. Nur so viel: Es gleicht einer Trance. Ich fühle mich unendlich frei. Außerdem kann ich meine eigenen Gefühle am besten durch diese Musik ausdrücken. Bier ist im Vergleich wesentlich simpler. Es vermittelt mir Geselligkeit und Gemütlichkeit. Ganz wichtig ist dabei, dass das nur bei Bier der Fall ist. Schnaps vermittelt mir kein Gefühl der Gemütlichkeit. Und was gibt’s Schöneres, als zusammen mit seinen Liebsten an einem herrlichen Tag draußen ein paar Bierchen zu trinken?

Biertest
KinKats: Was erwartet die Eric & Frank TV Zuschauer in der Zukunft?

Frank: Ich kann nicht genau sagen, was in der Zukunft auf Eric & Frank TV passieren wird. Wir hatten mal vor, nicht nur Biertests zu machen, sondern auch andere Formate auszuprobieren. Allerdings haben wir dann ein paar Bier getrunken und die Idee wieder verworfen. Ich habe mir vorgenommen, mehr Intros für die Folgen zu machen. Das ist in letzter Zeit etwas zu kurz gekommen. Alles andere steht in den Sternen.

KinKats: Hast du noch weitere Projekte geplant?

Frank: Ja, das habe ich. In Zukunft möchte meine Freundin zusammen mit mir einen Kanal ins Leben rufen, der drei Bereiche abdecken soll: Beratung, Reviews und Kurzfilm. Wir wollen Menschen bei allen möglichen Problemen Ratschläge geben, Produkte testen und bewerten und geile Kurzfilme drehen. Dabei hat der Zuschauer auch ein Mitspracherecht, das bedeutet, er kann Einfluss auf die Beratungsthemen, die Produkte und den Inhalt der Kurzfilme nehmen. Ich finde die Idee sehr interessant und bin gespannt, was daraus wird.

KinKats: Ein letztes Statement?

Frank: Lasst es euch gut gehen. Unterstützt die Künstler, die ihr mögt. Lebt.

KinKats: Prost!

Fotos im Beitrag: Screenshots // Foto oben: Sarahlikesprettygirls

2 Responses
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *